Cybele 3D-051503 2015

3D-Binaural-Stereo 5.1 Surround DSD Stereo Klassik Romantische Musik 1:11:03

Zur Beschreibung

Max Reger Edition. Sämtliche Orgelwerke (Vol. 3)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrganist

Komponist:in

Max Reger

Kurzbeschreibung

Phantasie und Fuge in d-Moll op. 135b und die Sieben Stücke op. 145 führen in Regers Orgelmusik der Jahre 1915/16. Martin Schmeding spielt sie an der Walcker-Orgel von 1911 in der Lutherkirche Wiesbaden. Auf die gegensätzlichen Themen der Doppelfuge folgen Choralbilder zwischen Klage, Sammlung und festlicher Bewegung: Weihnachten, Passion, Ostern und Pfingsten stehen neben Trauerode, Dankpsalm und Siegesfeier. Die Farben des historischen Instruments geben den leisen Übergängen ebenso Raum wie den großen Steigerungen; die Aufnahme bietet Stereo, 5.1-Surround und 3D-Binaural-Stereo.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
71:03

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Interpret und Instrument
Martin Schmeding – Walcker-Orgel (1911), Lutherkirche Wiesbaden

Programm
Phantasie und Fuge d-Moll op. 135b sowie Sieben Stücke op. 145

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-051503
Erscheinungsjahr
2015
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Orgel
Label
Cybele Records
Barcode
809548015725
GTIN
4099885249686
Booklet (Seiten)
60

Tracklisting

9 Titel · 1:11:03

  1. 01 Phantasie und Fuge in d-Moll Op. 135b (1915/1916) – Phantasie (Quasi vivace) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 7:04
  2. 02 Phantasie und Fuge in d-Moll Op. 135b (1915/1916) – Fuge (Molto sostenuto) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 9:55
  3. 03 Sieben Stücke Op. 145 (1915/1916) – I. Trauerode (Molto adagio) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 13:32
  4. 04 Sieben Stücke Op. 145 (1915/1916) – II. Dankpsalm (Vivace) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 9:00
  5. 05 Sieben Stücke Op. 145 (1915/1916) – III. Weihnachten (Largo) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 7:55
  6. 06 Sieben Stücke Op. 145 (1915/1916) – IV. Passion (Molto sostenuto) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:33
  7. 07 Sieben Stücke Op. 145 (1915/1916) – V. Ostern (Con moto) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:13
  8. 08 Sieben Stücke Op. 145 (1915/1916) – VI. Pfingsten (Sostenuto) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:43
  9. 09 Sieben Stücke Op. 145 (1915/1916) – VII. Siegesfeier (Grave) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 8:08

Beschreibung

Ein fallender Halbton, eine fallende Terz: Aus knappen Motiven gewinnt Max Reger in seinen letzten Orgelwerken weitreichende Zusammenhänge. Vol. 3 der Gesamtedition vereint Phantasie und Fuge in d-Moll op. 135b mit den Sieben Stücken op. 145, beide aus den Jahren 1915/16. Martin Schmeding setzt seine Aufnahmen an der historischen Walcker-Orgel in der Lutherkirche Wiesbaden fort. Das Programm lenkt die Aufmerksamkeit auf Regers Umgang mit Erinnerung, Kontrast und der Ausdruckskraft vertrauter Choralmelodien.

In op. 135b verbindet ein gemeinsamer motivischer Kern die beiden Werkteile. Die Phantasie reiht kurze Episoden mit Akkordbrechungen, sich steigernden Sequenzen, lyrischen Klagemotiven und tief liegenden Stimmgeflechten aneinander. Am Ende kehren die anfänglichen Akkordbrechungen zurück und fassen den wechselvollen Verlauf zusammen. Die Doppelfuge beginnt mit einem melancholisch schreitenden Thema in gleichmäßigen Vierteln. Ihm antwortet ein bewegliches Thema im 12/8-Takt mit fortlaufenden Sechzehntelfiguren. Ihre Verbindung mündet in einen breiten Akkordschluss, dessen Tempo sich allmählich verlangsamt.

Die Sieben Stücke op. 145 richten den Blick auf den Choral als Träger wechselnder Stimmungen. Vier Sätze beziehen sich auf das Kirchenjahr: Weihnachten, Passion, Ostern und Pfingsten. Trauerode, Dankpsalm und Siegesfeier stehen dagegen im Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg. Diese unterschiedliche Herkunft bleibt für das Hören bedeutsam: Klage, Trost und emphatische Bekräftigung erhalten jeweils eine eigene musikalische Form.

In der Trauerode führen fallende chromatische Linien, aufgewühlte Akkorde und eine wiederkehrende Bassfigur zum Choral Was Gott tut, das ist wohlgetan. Der Dankpsalm lässt virtuose Läufe und lyrische Abschnitte in Lobe den Herren zusammenfinden. Weihnachten durchmisst einen besonders weiten Stimmungsraum und bezieht Ach, was soll ich Sünder machen, Vom Himmel hoch und Stille Nacht ein. Die dichte Faktur der Passion entwickelt sich aus dem Choral Herzliebster Jesu.

Ostern stellt bewegten Jubel einer leisen Choraldurchführung in hoher Lage gegenüber. In Pfingsten werden die hellen Harmonien von Komm, heiliger Geist, Herre Gott immer wieder chromatisch verschattet, bis sich der abschließende Choralsatz steigert. Die Siegesfeier führt nach bewegten Wechseln in Nun danket alle Gott. Die Choräle erscheinen damit in sehr verschiedenen Zusammenhängen: als motivischer Ursprung, als Ruhepunkt oder als Ziel einer Entwicklung.

Die Walcker-Orgel von 1911 bietet mit ihren Flöten, Streicherfarben und französisch geprägten Zungen des Schwellwerks zahlreiche Abstufungen für diese Musik. Die DSD-Produktion hält das Zusammenspiel von Instrument und Kirchenraum in Stereo, 5.1-Surround und 3D-Binaural-Stereo fest; die Kunstkopfversion ist für das Hören über Kopfhörer bestimmt.

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