Astor Piazzolla

Komponist / Bandoneon / Arrangeur

1921 in Mar del Plata, Argentinien, geboren, 1992 in Buenos Aires gestorben; Astor Piazzolla erneuerte den Tango aus der Verbindung seiner rhythmischen Tradition mit Jazz und klassischer Komposition. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er in New York, wo er Jazz und die Musik Bachs kennenlernte; 1936 kehrte die Familie nach Argentinien zurück, und mit 18 Jahren trat er in das Orchester Anibal Troilos ein. In den 1940er Jahren studierte er Komposition bei Alberto Ginastera; ein Stipendium führte ihn zu Nadia Boulanger nach Paris, die ihn zur Rückkehr zum Tango ermutigte. Er gründete das Octeto Buenos Aires, das Quinteto Nuevo Tango und das Conjunto 9 und entwickelte darin den Tango Nuevo. Zu seinen Werken gehören „Adios Nonino“, „Libertango“, „Balada para un loco“ und „Oblivion“, ein Bandoneonkonzert sowie die mit Horacio Ferrer geschaffene Oper „Maria de Buenos Aires“. Im Cybele-Katalog ist seine Musik auf vier Alben vertreten. Astor Piazzolla: Tango Nuevo – eine sinfonische Hommage (2021) stellt Lothar Hensel am Bandoneon neben die Neue Philharmonie Westfalen unter Rasmus Baumann, mit der Sinfonietta 1953, „Adios Nonino“, „Tangazo“ und „Oblivion“. Piazzolla Resonances (2026) verbindet seinen Tango Nuevo mit neuen Tangos von Santiago Cimadevilla und Gabriel Nunez Arancibia; es spielt das Fracanapa New Tango Quintet mit Cimadevilla am Bandoneon, aufgenommen am 16. und 17. Juni 2025 in der Stadthalle Meinerzhagen. Im Hörbuch Katrin Dorn: Tangogeschichten (2004), gesprochen von Mirjam Wiesemann, steht seine Musik neben der Erzählung, und auf dem Mitschnitt Doc Heilein and Friends Gala 2021 – Joyful (2022) erklingt „Oblivion“ mit Anna Dorothea Mutterer und Timo Böcking.