Diese Hommage an Astor Piazzolla stellt dessen Tango Nuevo in einen großen sinfonischen Zusammenhang. Neben bekannten Klangbildern führt das Programm vor allem in die seltener gehörten großformatigen Orchesterwerke des argentinischen Komponisten und zeigt ihren dramatischen Atem, ihre rhythmische Unruhe und ihre dunkle Klangpoesie.
Die frühe Sinfonietta und Tangazo lassen erkennen, wie weit Piazzollas kompositorischer Horizont über die Tanzmusik hinausreicht. In Adios Nonino und den Jahreszeiten von Buenos Aires erhält das Bandoneon eine zentrale, erzählerische Rolle: zwischen Elegie, Erinnerung, urbaner Spannung und unmittelbar körperlicher Bewegung.
Lothar Hensel, die Neue Philharmonie Westfalen und Rasmus Baumann gestalten Piazzollas Musik als eigenständige Orchestersprache. So bleibt der Tango als Ursprung stets hörbar, gewinnt aber eine symphonische Weite und vielschichtige dramatische Präsenz.
