hd-klassik 3D-862101 2021

3D-Binaural-Stereo DSD Klassik Zeitgenössische Musik 54:03

Zur Beschreibung

Sinfonieorchester Wuppertal LIVE (Vol. 3)

Mitwirkende

Sinfonieorchester WuppertalOrchesterJulia JonesDirigentin

Komponisten

Henri Dutilleux · Maurice Ravel · Olivier Messiaen

Kurzbeschreibung

Der dritte Band der Wuppertaler Live-Reihe ist ganz der französischen Musik gewidmet – und fragt, was von der sprichwörtlichen französischen Leichtigkeit bleibt. Henri Dutilleux, der sich gegen jede Zuordnung zu einer Schule wehrte, schrieb „Métaboles“ zum 40-jährigen Bestehen des Cleveland Orchestra; die fünf pausenlos verbundenen Sätze wachsen jeweils aus dem vorigen hervor. Von Olivier Messiaen erklingen sein erstes Orchesterwerk „Les Offrandes oubliées“, 1931 uraufgeführt, und das späte „Un Sourire“, eine Hommage an Mozart zu dessen 200. Todestag 1991. Den Abschluss bildet Maurice Ravels „Daphnis et Chloé, Fragments Symphoniques, 2e Série“. Julia Jones dirigiert das Sinfonieorchester Wuppertal; die Mitschnitte entstanden 2018 und 2019 in der Historischen Stadthalle Wuppertal.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
54:04

Kanäle
3D-Binaural-Stereo

Aufnahme
18. Februar 2018 („Un Sourire“) und 20. Januar 2019, Historische Stadthalle Wuppertal (Live-Mitschnitte)

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 20 Seiten, Digipak

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
hd-klassik 3D-862101
Erscheinungsjahr
2021
Genre
Klassik
Epoche
Zeitgenössische Musik
Besetzung
Live-Konzert, Orchestermusik
Label
hd-klassik
Barcode
809548020323
GTIN
4099885250798
Booklet (Seiten)
20

Tracklisting

9 Titel · 54:03

  1. 01 3D-Binaural-Stereo Trailer Interpret:in: Mirjam Wiesemann 0:38
  2. 02 Métaboles – I. Incantatoire Komponist:in: Henri Dutilleux (1916-2013) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 3:31
  3. 03 Métaboles – II. Lineaire Komponist:in: Henri Dutilleux (1916-2013) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 2:50
  4. 04 Métaboles – III. Obsessionnel Komponist:in: Henri Dutilleux (1916-2013) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 3:13
  5. 05 Métaboles – IV. Torpide Komponist:in: Henri Dutilleux (1916-2013) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 2:44
  6. 06 Métaboles – V. Flamboyant Komponist:in: Henri Dutilleux (1916-2013) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 4:28
  7. 07 Les Offrandes oubliées Komponist:in: Olivier Messiaen (1908-1992) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 10:37
  8. 08 Un Sourire Komponist:in: Olivier Messiaen (1908-1992) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 9:29
  9. 09 Daphnis et Chloé, Fragments Symphoniques, 2e Série Komponist:in: Maurice Ravel (1875-1937) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 16:33

Beschreibung

Mit der Frage, ob französische Musik „bezaubernde Leichtigkeit, changierende Farbigkeit, charmante Ironie“ bedeute, beginnt Judith Schor ihren Text im Begleitheft. Henri Dutilleux wollte von französischer Leichtigkeit nichts wissen. Er war sein eigener größter Kritiker und wehrte sich vehement dagegen, einer Schule, Strömung oder Gruppierung zugeordnet zu werden; so sehr er Claude Debussy, Maurice Ravel und Darius Milhaud verehrte, fühlte er sich doch weit entfernt von ihrer Leichtigkeit. Komponieren war für ihn „eine Art Zeremonie“, die man ernsthaft betreiben müsse, „etwa wie die Liebe“. „Métaboles“ schrieb er auf dem Zenit seines Schaffens zum 40-jährigen Bestehen des Cleveland Orchestra, das das Werk im Januar 1965 unter George Szell uraufführte. Die fünf ohne Unterbrechung ineinander übergehenden Sätze, von Incantatoire bis Flamboyant, folgen dem Prinzip der Metamorphose in der Natur: Jeder Satz wird aus Elementen des vorigen entwickelt und unterzieht das bereits „Gesagte“ einer analytischen Reflexion.

Olivier Messiaen, Sohn eines Englischprofessors und Shakespeare-Spezialisten und einer Dichterin, verband in seiner Musik die Gregorianik mit dem Klang javanischer Gamelan-Orchester und die Metrik griechischer Versmaße mit den Skalen indischer Ragas; auf Reisen zeichnete er Vogelrufe auf und legte sie, präzise notiert, seinen Kompositionen zugrunde. Hinzu kommen ein tiefer katholischer Glaube und seine Synästhesie: Messiaen assoziierte Klänge mit Farben. „Les Offrandes oubliées“, eine sinfonische Meditation von etwa elf Minuten, wurde 1931 in Paris als sein erstes Orchesterwerk uraufgeführt. Der damals 22-Jährige beschrieb sie als Altar-Triptychon: Auf „Das Kreuz“, eine Klage der Streicher, „von tiefen grauen und malvenfarbigen Seufzern zerschnitten“, folgt nach einem scharfen Übergang „Die Sünde“, ein Lauf in den Abgrund in nahezu mechanischer Geschwindigkeit; in der „Eucharistie“ wird aus einem Flirren und Glitzern eine sphärische Melodie. Die Sünde deutete Messiaen als Gottvergessenheit, Kreuz und Eucharistie als göttliche Opfer.

Mozart war Messiaens Lieblingskomponist; ihn begeisterten vor allem die Farbigkeit und die Leichtigkeit seiner Musik. Die Analyse von Mozarts Werken spielte in Messiaens Kompositionsunterricht am Pariser Konservatorium eine herausragende Rolle, und 1990 veröffentlichte er die Ergebnisse in dem Buch „Les 22 concertos pour piano de Mozart“. Zu Mozarts 200. Todestag 1991 setzte er ihm mit „Un Sourire“ ein persönliches Denkmal: Mozart habe Hunger gelitten und gefroren und fast alle seine Kinder verloren, „und trotzdem lächelte er immer“; deshalb habe auch er zu lächeln versucht, mit einem kleinen Stück von neun Minuten. Uraufgeführt wurde es am 5. Dezember 1991, kurz vor Messiaens Tod. Rhythmus, die Zuordnung von Farben zu Klängen und Vogelstimmen prägen dieses späte Orchesterwerk; es endet in A-Dur, einem Klang, dem Messiaen die Farbe Blau zuwies.

Ganz anders Ravel: 1909 beauftragte ihn Sergei Djagilew mit einer Ballettmusik für seine Ballets russes nach dem spätantiken Stoff von Daphnis und Chloé. „Daphnis et Chloé, Fragments Symphoniques, 2e Série“ (1913) greift den letzten Teil des Balletts auf: den Sonnenaufgang des „Lever du jour“, die Pantomime, in der ein Flötensolo das Lied der Syrinx nachzeichnet und Daphnis sich mit Chloé vereint, und die fieberhafte „Danse générale“. All das, was man in Dutilleux’ „Métaboles“ nicht findet, lässt Ravel hier sprudeln, schreibt Judith Schor. Julia Jones prägte als Generalmusikdirektorin von 2016 bis 2021 die künstlerische Ausrichtung des Sinfonieorchesters Wuppertal mit neuen Konzert- und Vermittlungsformen; im Januar 2020 kehrte das Orchester in das ausverkaufte Concertgebouw Amsterdam zurück. „Un Sourire“ wurde am 18. Februar 2018 mitgeschnitten, die übrigen Werke am 20. Januar 2019, jeweils in der Historischen Stadthalle Wuppertal.

Konzertkalender

26. Okt. 2026

19:30

2. Kammerkonzert – Sons de la Soirée(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Selina Lohmüller (Klarinette), Georg Sarkisjan (Geige), Francesco Punturo (Geige), Florian Glocker (Bratsche), Joël Wöpke (Violoncello)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

01. Feb. 2027

19:30

3. Kammerkonzert – Spiritus Feminae(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Ulrike Siebler (Flöte), Eva Högel (Geige), Anne Yumino Weber (Violoncello), Rayle Ernest Bligh (Kontrabass), Jee-Young Phillips (Klavier)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

08. März 2027

19:30

4. Kammerkonzert – Cantos y Danzas(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Liviu Neagu-Gruber (Geige), Axel Heß (Geige), Ayane Koga (Bratsche), Joël Wöpke (Violoncello), Manuela Randlinger (Harfe), Sören Alexander Golz (Gitarre)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

14. März 2027

11:00

8. Sinfoniekonzert – Mahler Drei(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Remy Ballot (Leitung), Anna Lucia Richter (Mezzosopran), Essener Domsingknaben, Elberfelder Mädchenkurrende
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

15. März 2027

19:30

8. Sinfoniekonzert – Mahler Drei(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Remy Ballot (Leitung), Anna Lucia Richter (Mezzosopran), Essener Domsingknaben, Elberfelder Mädchenkurrende
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

31. Mai 2027

19:30

5. Kammerkonzert – Musik.Leben.Überleben(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Carola Seibt-Oberschelp (Geige), Seoran Kim (Geige), Jens Brockmann (Bratsche), Karin Nijssen-Neumeister (Violoncello), James Maddox (Klavier)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

06. Juni 2027

11:00

11. Sinfoniekonzert – La Mer(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Gregor Meyer (Leitung), Susanne Bernhard (Sopran), Thomas Laske (Bariton), Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal, Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

07. Juni 2027

19:30

11. Sinfoniekonzert – La Mer(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Gregor Meyer (Leitung), Susanne Bernhard (Sopran), Thomas Laske (Bariton), Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal, Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

14. Juni 2027

19:30

6. Kammerkonzert – Messieurs Dames(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Jaha Lee (Geige), Anne Yumino Weber (Violoncello), Udo Mertens (Flöte), Bonnie Wagner (Klavier), Alexander Puliaev (Cembalo)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

15. Juli 2027

19:30

Uptown Classics /4 – Vivaldi Vokal(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Lukas Baumann (Leitung), Ina Yoshikawa (Sopran), Jonathan Mayenschein (Countertenor), Wuppertaler Kurrende
Friedhofskirche Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

16. Juli 2027

19:30

Uptown Classics /4 – Vivaldi Vokal(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Lukas Baumann (Leitung), Ina Yoshikawa (Sopran), Jonathan Mayenschein (Countertenor), Wuppertaler Kurrende
Immanuelskirche Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)