hd-klassik 3D-001901 2019

3D-Binaural-Stereo DSD Stereo Surround Klassik Klassische Moderne 1:02:27

Zur Beschreibung

Arrangements für 2 Orgeln und Schlagzeug (Vol. 2)

Mitwirkende

Jörg EndebrockOrgel / DirigentSusanne RohnOrgel / DirigentinKonrad GrafSchlagzeug

Komponisten

Gustav Holst · Paul Dukas

Kurzbeschreibung

Für den zweiten Band seiner Arrangements hat Jörg Endebrock zwei Orchesterwerke auf die beiden einander gegenüberstehenden Orgeln der Lutherkirche Wiesbaden übertragen: Gustav Holsts „Die Planeten“, entstanden 1914 bis 1916 und bis heute sein meistgespieltes Werk, und Paul Dukas’ „Der Zauberlehrling“ von 1897, ein Scherzo für Orchester nach Goethes Ballade. Endebrock spielt die historische Walcker-Orgel, Susanne Rohn die Klais-Orgel, Konrad Graf das Schlagzeug. Die Aufnahmen entstanden im März 2019 für die 3D-Binaural-Stereo Serie von hd-klassik, in der das Album die Nummer 2 trägt.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
62:23

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Orgeln
Historische Walcker-Orgel (1910/1911) und Klais-Orgel (1979, drei Manuale, 44 Register), Lutherkirche Wiesbaden

Aufnahme
2.–4. und 19. März 2019, Lutherkirche Wiesbaden

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 20 Seiten, Digipak

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Pressestimmen

organ – Journal für die Orgel, 4/2019

OpusKlassiek.nl, 8/2019

MusicWeb-International.com, 9/2019

Orgelnieuws.nl, 7/2020

Angaben

Katalognummer
hd-klassik 3D-001901
Erscheinungsjahr
2019
Genre
Klassik
Epoche
Klassische Moderne
Besetzung
Orgel
Label
hd-klassik
Barcode
809548019822
GTIN
4099885250811
Booklet (Seiten)
20

Tracklisting

8 Titel · 1:02:27

  1. 01 Die Planeten, Orchestersuite Op. 32 – I. Mars, der Kriegsbringer Komponist:in: Gustav Holst (1874-1934) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 8:05
  2. 02 Die Planeten, Orchestersuite Op. 32 – II. Venus, die Friedensbringerin Komponist:in: Gustav Holst (1874-1934) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 7:37
  3. 03 Die Planeten, Orchestersuite Op. 32 – III. Merkur, der geflügelte Bote Komponist:in: Gustav Holst (1874-1934) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 4:19
  4. 04 Die Planeten, Orchestersuite Op. 32 – IV. Jupiter, der Bringer der Fröhlichkeit Komponist:in: Gustav Holst (1874-1934) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 8:26
  5. 05 Die Planeten, Orchestersuite Op. 32 – V. Saturn, der Bringer des Alters Komponist:in: Gustav Holst (1874-1934) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 9:11
  6. 06 Die Planeten, Orchestersuite Op. 32 – VI. Uranus, der Magier Komponist:in: Gustav Holst (1874-1934) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 6:04
  7. 07 Die Planeten, Orchestersuite Op. 32 – VII. Neptun, der Mystiker Komponist:in: Gustav Holst (1874-1934) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 7:28
  8. 08 Der Zauberlehrling – Sinfonische Dichtung nach der gleichnamigen Ballade von Goethe Komponist:in: Paul Dukas (1865-1935) Interpreten: Jörg Endebrock, Susanne Rohn, Konrad Graf 11:17

Beschreibung

Gustav Holsts Orchestersuite „Die Planeten“ ist bis heute seine erfolgreichste Komposition. Holst verschmilzt darin die unterschiedlichsten Einflüsse seiner Zeit zu einem unverwechselbaren Personalstil – Anklänge an den frühen Strawinski, an Vaughan Williams, Dukas und Debussy, aber auch an Elgar und die englische Volksmusik – und bringt das Kunststück fertig, zugleich anspruchsvoll und volkstümlich zu sein. Verbürgt ist, dass bei der Generalprobe zur Uraufführung die Putzfrauen im Konzertsaal zum Jupiter zu tanzen anfingen; eine ganze Generation von Filmkomponisten, vor allem im Science-Fiction-Genre, wurde von diesem Stil geprägt. Der Zyklus ist astrologisch, nicht astronomisch gedacht: Holst charakterisiert die Eigenschaften, die die Astrologie den Planeten zuschreibt. Deshalb fehlt die Erde, und die Planeten sind nach ihrem Abstand zur Erde geordnet, nicht nach dem zur Sonne.

„Mars, der Kriegsbringer“ entwirft die erschreckende Vision einer mechanisierten Kriegsführung; entgegen einer verbreiteten Annahme begann Holst den Satz schon Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, wenngleich in Vorahnung des Konflikts. Den lieblichen Charakter von „Venus, die Friedensbringerin“ prägen Einflüsse aus Strawinskis „Feuervogel“ und der „Sea Symphony“ von Vaughan Williams, „Merkur, der geflügelte Bote“ ist eine Art Scherzo mit ständig wechselnden Rhythmen. „Jupiter, der Bringer der Fröhlichkeit“ verbindet rustikale Tanzelemente mit einem hymnischen Mittelteil, dessen Melodie in die englischen Kirchengesangbücher ebenso einging wie in die Gesänge der Rugby-Fans. „Saturn, der Bringer des Alters“ zeichnet mit einer gleichbleibenden Pendelbewegung das unerbittliche Verstreichen der Zeit und die Angst vor dem Tod nach und endet friedvoll. „Uranus, der Magier“ ist kein bedrohlicher Zauberer, sondern ein grotesk überzeichneter Scharlatan, in dem Dukas’ „Der Zauberlehrling“ und Richard Strauss’ „Till Eulenspiegel“ anklingen. In „Neptun, der Mystiker“ mit seinen bitonalen Klangflächen und geheimnisvollen Arpeggien blendet der Klang am Ende schrittweise aus, als verlasse er die Grenzen des bekannten Universums.

Einige der bekanntesten Goethe-Vertonungen stammen aus Frankreich, darunter dramatische Werke von Berlioz, Gounod und Massenet. Paul Dukas’ „Der Zauberlehrling“ von 1897 ist keine Vertonung, sondern ein von Goethes Ballade angeregtes Scherzo für Orchester, ebenso brillant wie hämisch und vor allem in den USA viel gespielt. Das hat mit Walt Disneys Zeichentrickfilm „Fantasia“ von 1940 zu tun, in dem Dukas’ Tondichtung neben Beethovens Pastorale und Strawinskis „Sacre du printemps“ im Mittelpunkt stand: Zur Musik, gespielt von Leopold Stokowski und dem Philadelphia Orchestra, setzt Micky Maus den Zauberhut auf und lässt den Besen für sich arbeiten. Dass man sich heute kaum an ein anderes Werk von Dukas erinnert, hat der radikal selbstkritische Komponist mitzuverantworten: Er veröffentlichte nur ein Dutzend Werke.

Jörg Endebrock spielt die historische Walcker-Orgel auf der Sängerbühne der Lutherkirche, Susanne Rohn die Klais-Orgel auf der gegenüberliegenden Empore. Rohn studierte in Freiburg im Breisgau, Toulouse, Lyon und Basel und schloss 1997 Aufbaustudien in Dirigieren und Orgel ab; sie ist Preisträgerin der Orgelwettbewerbe von Toulouse und Calgary, seit 1997 Kantorin der Erlöserkirchengemeinde in Bad Homburg und lehrt Chorleitung, von 2006 bis 2009 an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, seit 2011 an der Gutenberg-Universität in Mainz. Konrad Graf, der bei Bernhard Wulff in Freiburg studierte und im hr-Sinfonieorchester Frankfurt Solo-Schlagzeuger und stellvertretender Solo-Pauker ist, spielt seit vielen Jahren mit ihr im Duo und Trio. Endebrock, in Paris Schüler von Susan Landale und Preisträger der Orgelwettbewerbe von Haarlem und Paris, wechselte im Januar 2020 als Kirchenmusikdirektor an die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg.

Konzertkalender

24. Okt. 2026

20:00

Rainer Maria Rilke zum 100. Todestag(öffnet in neuem Tab)

Les Noctuelles (Vokalensemble), Kammerchor der Erlöserkirche, Maïa Paille (Dirigentin), Susanne Rohn (Dirigentin)
Erlöserkirche, Bad Homburg vor der Höhe(Karte, öffnet in neuem Tab)

24. Okt. 2026

21:00

Rainer Maria Rilke zum 100. Todestag(öffnet in neuem Tab)

Les Noctuelles (Vokalensemble), Kammerchor der Erlöserkirche, Maïa Paille (Dirigentin), Susanne Rohn (Dirigentin)
Erlöserkirche, Bad Homburg vor der Höhe(Karte, öffnet in neuem Tab)

28. Nov. 2026

19:00

Adventskonzert(öffnet in neuem Tab)

Magne H. Draagen (Orgel), Posaunenchor St. Michaelis, Josef Thoene (Leitung)
Hauptkirche St. Michaelis, Hamburg(Karte, öffnet in neuem Tab)

31. Dez. 2026

22:15

Festkonzert zum Jahreswechsel – Ludwig van Beethoven: 9. Symphonie(öffnet in neuem Tab)

Bachchor der Erlöserkirche, LaCappella Vokalensembles, Orchester L’Arpa festante, Susanne Rohn (Dirigentin), Tobias Orzeszko (Dirigent)
Erlöserkirche, Bad Homburg vor der Höhe(Karte, öffnet in neuem Tab)

Tickets(öffnet in neuem Tab)

01. Jan. 2027

17:00

Festkonzert zum Jahreswechsel – Ludwig van Beethoven: 9. Symphonie(öffnet in neuem Tab)

Bachchor der Erlöserkirche, LaCappella Vokalensembles, Orchester L’Arpa festante, Susanne Rohn (Dirigentin), Tobias Orzeszko (Dirigent)
Erlöserkirche, Bad Homburg vor der Höhe(Karte, öffnet in neuem Tab)

Tickets(öffnet in neuem Tab)