1683 in Dijon geboren und 1764 in Paris gestorben; Jean-Philippe Rameau komponierte für Cembalo und Bühne und untersuchte die Grundlagen der musikalischen Harmonie. Als Organist wirkte er unter anderem in Avignon, Clermont-Ferrand, Dijon und Lyon, bevor er sich 1722 dauerhaft in Paris niederließ. Im selben Jahr veröffentlichte er den „Traité de l’harmonie“, eine systematische Harmonielehre, über die er später mit Rousseau und d’Alembert in Streit geriet. Sein erster Cembaloband erschien 1706; zum vokalen Schaffen gehören neben den Bühnenwerken auch Kantaten und Motetten. „Hippolyte et Aricie“ eröffnete 1733 seine Laufbahn an der Pariser Oper, auf deren Spielplan Werke wie „Les Indes galantes“ (1735), „Castor et Pollux“ (1737), „Dardanus“ (1739), „Platée“ (1745) und „Zoroastre“ (1749) folgten. Für den Fermier général Le Riche de La Pouplinière leitete er dessen Orchester. 1745 wurde er zum Compositeur du Cabinet du Roi ernannt und arbeitete bis ins hohe Alter für das Musiktheater; seine letzte Tragédie lyrique „Les Boréades“ gelangte zu seinen Lebzeiten nicht mehr zur Aufführung.
Jean-Philippe Rameau
Komponist / Orgel / Musiktheoretiker
