Die Aufnahme stellt französische Musik des Barock neben Werke des 20. Jahrhunderts. Aus dieser Gegenüberstellung entsteht kein stilistischer Rückblick, sondern ein imaginäres Porträt der Liebe: höfische Tanzformen, ornamentierte Melodik und sprechende Gesten treffen auf neue Farben, knappe Charakterstücke und überraschende harmonische Perspektiven.
Jacques Martin Hotteterre, François Couperin und Jean-Philippe Rameau bilden die historische Grundlage. Albert Roussel, Francis Poulenc, Darius Milhaud und Majoie Hajary führen den Gedanken in die Moderne weiter. Das Programm macht Verwandtschaften zwischen weit auseinanderliegenden Epochen hörbar, ohne ihre jeweiligen Eigenarten einzuebnen.
Jeremias Schwarzer an den Blockflöten und Egon Mihajlovic an Cembalo und Harmonium geben jeder Konstellation ein eigenes Profil. Bewegliche Artikulation, differenzierte Registerfarben und die Nähe der beiden Instrumente schaffen ein kammermusikalisches Gespräch, das Eleganz, Fantasie und feinen Kontrast verbindet.
