Am 16. August 1921 in Paramaribo geboren und 2017 in Neuilly-sur-Seine bei Paris gestorben, war Majoie Hajary eine surinamisch-niederländische Komponistin und Pianistin. Ersten Musikunterricht erhielt sie im Kloster an der Gravenstraat in Paramaribo; ab 1937 studierte sie am Amsterdamsch Conservatorium Klavier bei Nelly Wagenaar und Komposition bei Hendrik Andriessen. 1942 legte sie das Diplom als ausübende Pianistin cum laude ab, 1943 erhielt sie den ersten Preis des Konservatoriums für „Hindoustani fantaisie“. Ab 1949 setzte sie ihre Ausbildung in Paris fort: Komposition bei Nadia Boulanger, Kontrapunkt bei Annette Dieudonné, Klavier bei Yves Nat, außerdem bei Henri Büsser und Louis Aubert. Ab 1947 führten Konzertreisen sie nach Mittel- und Südamerika. Ihr Œuvre umfasst annähernd hundert Werke und verbindet europäische Kunstmusik mit Musik aus Suriname, Afrika, Asien, Indien und dem Jazz, darunter „Requiem pour Mahatma Gandhi“ (1968), „Da pinawiki“ (1974) und die Opernprojekte um „The Story of Suriname“ und „La larme d’or“.
Majoie Hajary
Komponistin / Klavier
