Die Aufnahme stellt die liturgische Herkunft der zisterziensischen Gesänge in den Mittelpunkt. Aus ihren Melodien entwickelt Wolfgang Seifen frei gestaltete Orgelbilder, deren Formen von barocker Suite über deutsch-romantische Phantasie und Fuge bis zu symphonischer Anlage reichen.
Der Wechsel zwischen Choral und Improvisation gibt den Stücken ihre innere Dramaturgie: konzentrierte Linien der Schola treffen auf klangliche Steigerung, Kontrapunkt und große Bögen der Orgel. So entsteht ein Programm, das Gregorianik nicht historisch ausstellt, sondern als gegenwärtige musikalische Sprache hörbar macht.
