* 6. März 1956 in Linz; deutscher Gitarrist und Komponist; studierte in Köln und Madrid, an der Musikhochschule Köln bei Karl-Heinz Böttner und Hubert Käppel, dazu Kammermusik bei Sigmund Nissel vom Amadeus-Quartett und bei Rudolf Kolisch; Meisterkurse bei Oscar Ghiglia, José Tomas und John Williams; 1985 Konzertexamen. Erste Preise beim IX Concurso Internacional de Guitarra in Alicante (1981) und beim Tonger-Wettbewerb Köln (1982), zweite Preise in Gargnano (1982) und beim ersten Certamen Andres Segovia in Almunecar (1985). Von 1986 bis 1992 lehrte er an der Musikhochschule Hamburg. Er spielt historische Instrumente, darunter die Torres-Gitarre „La Leona“ von 1856 und Gitarren von Santos Hernandez (1924, 1931, 1935). Er war Gründungsmitglied des Quartet Extempore und gründete 1987 mit Camilla Hoitenga das Duo Daccord, 1993 das Quartett Bronski Ritual und 2009 mit Fabian Spindler das Gitarrenduo Lieske Spindler Guitars. Er komponierte unter anderem „Taqsim I-III“ (1990–92), „Violet“ (2006), „Acordoba“ (2010), „In Luce“ (2015), „The Magic Four“ (2019) und die Oper „Domino – die Verwandlung der Thérèse“ nach Émile Zola; „Über den Wassern“ wurde zur EXPO 2000 in Hannover, „Dreamtime“ 2013 in der Kölner Philharmonie mit dem WDR Sinfonieorchester unter Yutaka Sado uraufgeführt.
Wulfin Lieske
Gitarre / Komponist
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