Akira Nishimura

Komponist

Am 8. September 1953 in Osaka geboren, am 7. September 2023 gestorben; Akira Nishimura war japanischer Komponist. An der Tokyo University of the Arts studierte er Komposition und Musiktheorie bis zum Aufbaustudium und beschäftigte sich daneben mit traditioneller asiatischer Musik, Religion, Ästhetik und Kosmologie und setzte sich mit dem Prinzip der Heterophonie auseinander. 1977 wurde sein Streichquartett „Heterophony“ beim Internationalen Kompositionswettbewerb Königin Elisabeth ausgezeichnet, im selben Jahr erhielt er den Luigi-Dallapiccola-Kompositionspreis für „Mutazioni“, 1980 wurde „Kecak“ beim International Rostrum of Composers ausgewählt. Es folgten unter anderem drei Otaka-Preise (1988, 1992, 1993), der ExxonMobil-Musikpreis 2001 und 2004 der Suntory-Musikpreis. Von 1993 bis 1994 war er Composer in Residence des Orchestra Ensemble Kanazawa, von 1994 bis 1997 des Tokyo Symphony Orchestra; er lehrte als Professor am Tokyo College of Music und war künstlerischer Leiter der Izumi Sinfonietta Osaka sowie der Kusatsu International Summer Music Academy and Festival. Sein Werk umfasst Orchester-, Chor- und Kammermusik, Konzerte und Opern, darunter „Asters“, 2019 im New National Theatre Tokyo uraufgeführt. Auf dem Hörbuch Mirjam Wiesemann: Auf Flügeln in die Tiefe – Geschichten vom Aufwachsen (2010) erklingt sein Präludium „Vision in Flames“ für Orgel.