Bernhard Heiden

Komponist / Dirigent

Am 24. August 1910 in Frankfurt am Main geboren und am 30. April 2000 in Bloomington, Indiana, gestorben, war Bernhard Heiden ein deutsch-amerikanischer Komponist, Dirigent und Hochschullehrer. Von 1929 bis 1933 war er an der Berliner Hochschule für Musik Schüler von Paul Hindemith und gewann im letzten Studienjahr den Mendelssohn-Preis für Komposition. 1935 musste Heiden, der jüdischer Abstammung war und eigentlich Levi hieß, mit seiner Frau in die USA emigrieren; in Detroit unterrichtete er und arbeitete als Dirigent und Arrangeur, von 1943 bis 1945 war er Assistent des Bandmasters in der US-Armee. Nach einem musikwissenschaftlichen Masterabschluss an der Cornell University kam er 1946 als Assistant Professor und Leiter der Kompositionsabteilung an die Indiana University Bloomington; 1974 gab er die Abteilungsleitung ab, 1981 wurde er emeritiert. 1966 erhielt er ein John Simon Guggenheim Fellowship; am Aufbau des Historical Performance Institute der Indiana University war er beteiligt. Seine Sonata (1958) für Violoncello und Klavier widmete er Janos Starker; „Siena“ (1961) erschien 2019 auf dem Cybele-Album Hindemith. Heiden. Skolnik – Werke für Violoncello und Klavier erstmals auf Tonträger.