Das Collegium Vocale Köln wurde 1966 von fünf Schülerinnen und Schülern der Rheinischen Musikschule Köln gegründet und von dem Tenor Wolfgang Fromme geleitet. Ausgelöst durch einen Auftritt von Alfred Deller bei den Kölner Kursen für Alte Musik, verband das Ensemble die Beschäftigung mit Alter Musik, etwa Madrigalen von Gesualdo und Monteverdi, mit zeitgenössischem Vokalrepertoire. Karlheinz Stockhausen schrieb 1968 im Auftrag der Stadt Köln sein Vokalwerk „Stimmung“ für das Collegium Vocale Köln, das die Uraufführung sang, das Werk bis 1970 mehr als 300-mal aufführte und 1970 mit Stockhausen auf der Weltausstellung in Osaka auftrat. 1971 brachte es Stockhausens „Sternklang“ in Berlin, 1972 „Alphabet für Liège“ zur Uraufführung. Das Ensemble sang zudem Werke von Giacinto Scelsi und Georg Kröll sowie von Peter Eötvös, Matthias Pintscher und Johannes Kalitzke. Aufnahmen erschienen bei Deutsche Grammophon, CBS Masterworks und EMI Electrola; bei Cybele Records wirkte es am Album Portrait Günther Becker (1998) mit.
collegium vocale Köln
Vokalensemble
