Hans Gal wurde am 5. August 1890 in Brunn am Gebirge bei Wien geboren und starb am 3. Oktober 1987 in Edinburgh. Der österreichisch-britische Komponist studierte Klavier bei Richard Robert und Komposition bei Eusebius Mandyczewski sowie an der Universität Wien Musikwissenschaft bei Guido Adler, bei dem er 1913 promoviert wurde. 1915 erhielt er als Erster den neu geschaffenen Österreichischen Staatspreis für Komposition für seine erste Sinfonie; von 1919 bis 1929 lehrte er an der Universität Wien und gab mit Mandyczewski die Brahms-Gesamtausgabe heraus. 1923 wurde seine Oper „Die heilige Ente“ unter George Szell uraufgeführt. Von 1929 bis 1933 leitete er das Mainzer Konservatorium; nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verlor er 1933 seine Stellung und emigrierte 1938 nach Großbritannien, wo er 1940 als feindlicher Ausländer interniert wurde. Ab 1945 lehrte Gal an der University of Edinburgh und war an der Gründung des Edinburgh International Festival beteiligt. Sein Werk umfasst Opern, Sinfonien, Kammer-, Klavier- und Chormusik. 2002 erschien bei Cybele Records das Album Neue Kammermusik: Werke von Hans Gal.
Hans Gal
Komponist / Musikwissenschaftler
