Wilfried Jentzsch

Komponist

1941 in Dresden geboren; Wilfried Jentzsch ist Komponist elektroakustischer Musik. An der Musikhochschule seiner Heimatstadt studierte er Violoncello und Komposition, als Meisterschüler an der Akademie der Künste in Berlin arbeitete er bei Rudolf Wagner-Régeny und Paul Dessau, elektronische Musik studierte er bei Hans Ulrich Humpert an der Musikhochschule Köln. Von 1976 bis 1981 lebte er in Paris, studierte bei Iannis Xenakis an der Sorbonne, wo er in Musikästhetik promoviert wurde, und forschte zur digitalen Klangsynthese am IRCAM und am CEMAMu. 1983 gründete er in Nürnberg ein privates Computermusikstudio und unterrichtete am Meistersinger-Konservatorium; 1993 wurde er Leiter des Elektronischen Studios der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Er ist Mitglied der Gesellschaft für Neue Musik und Gründungsmitglied der DEGEM, ab 1995 war er Vorsitzender der Sächsischen Gesellschaft für Neue Musik; für seine Kompositionen erhielt er internationale Preise, unter anderem in Bourges, 1994 erschien die Porträt-CD „Paysages“. Auf dem Cybele-Album DEGEM Vol. 4 – Ausbruch Aufbruch (1998) ist er mit „Kyoto Bells“ (1994) vertreten, einem Auftrag zur 1200-Jahr-Feier der Stadt Kyoto, der dort am 4. Dezember 1994 uraufgeführt wurde; das Stück beruht auf vier gesampelten Glocken Kyotos und bewegt seine Klänge über acht Lautsprecher durch den Raum.

Aufnahmen bei Cybele