Cybele 960204 1998

16bit 44.1kHz Stereo Elektroakustische Musik Neue Musik Elektroakustische Musik Zeitgenössische Musik 1:13:53

Zur Beschreibung

DEGEM Vol. 4 – Ausbruch Aufbruch

Mitwirkende

Verschiedene Interpreten

Komponisten

André Ruschkowski · Christian Banasik · Hans Tutschku · Heinz-Josef Florian · Johannes S. Sistermanns · Matthias Kirschke · Wilfried Jentzsch

Kurzbeschreibung

Die vierte CD der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM), ausgewählt und produziert von Hans Tutschku, vereint sieben Werke aus den Jahren 1994 bis 1998. Wilfried Jentzsch komponierte „Kyoto Bells“ zur 1200-Jahr-Feier Kyotos aus dem Klang von vier Glöckchen der Stadt, Heinz-Josef Florian baut „Hannah’s Tapesession IIa“ aus der Stimme seiner zweijährigen Tochter, und Tutschku verarbeitet in „extrémités lointaines“ Aufnahmen einer Konzertreise durch Asien. Christian Banasiks „Begegnung VI“ für Akkordeon und Live-Elektronik spielt Edwin Alexander Buchholz; weitere Stücke stammen von André Ruschkowski, Johannes S. Sistermanns und Matthias Kirschke.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
73:55

Kanäle
Stereo

Aufnahme
1994, Studio für Elektronische Musik der Hochschule für Musik „Carl Maria v. Weber“ Dresden (Kyoto Bells); 1996, Studio für Elektronische Musik der Hochschule „Mozarteum“ Salzburg (Nasoma); 1995 und 1996, Privatstudios (Hannah’s Tapesession IIa, Begegnung VI, Masae); 1998, Saarländischer Rundfunk Saarbrücken (XIX MIKADO 2); 1998, INA/GRM Paris (extrémités lointaines)

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 20 Seiten

Angaben

Katalognummer
Cybele 960204
Erscheinungsjahr
1998
Genre
Elektroakustische Musik, Neue Musik
Epoche
Elektroakustische Musik, Zeitgenössische Musik
Besetzung
Elektroakustische Musik
Label
Cybele Records
Barcode
809548005122
GTIN
4068992503684
Booklet (Seiten)
20

Tracklisting

7 Titel · 1:13:53

  1. 01 Kyoto Bells (1994) Komponist:in: Wilfried Jentzsch (* 1941) Interpret:in: Wilfried Jentzsch 10:54
  2. 02 Nasoma (1996) Komponist:in: André Ruschkowski (* 1959) Interpret:in: André Ruschkowski 10:23
  3. 03 Hannah’s Tapesession IIa (1995) Komponist:in: Heinz-Josef Florian (* 1955) Interpret:in: Heinz-Josef Florian 5:06
  4. 04 Begegnung VI (1996) Komponist:in: Christian Banasik (* 1963) Interpreten: Christian Banasik, Edwin Alexander Buchholz 13:15
  5. 05 XIX MIKADO 2 (1998) Komponist:in: Johannes S. Sistermanns (* 1955) Interpret:in: Johannes S. Sistermanns 5:44
  6. 06 Masae (1995) Komponist:in: Matthias Kirschke (* 1952) Interpret:in: Matthias Kirschke 13:05
  7. 07 extrémités lointaines (1998) Komponist:in: Hans Tutschku (* 1966) Interpret:in: Hans Tutschku 15:26

Beschreibung

„Kyoto Bells“ (1994) entstand als Auftrag zur 1200-Jahr-Feier der Stadt Kyoto und wurde dort im Dezember 1994 uraufgeführt. Vier gesampelte Glöckchen, mit Sound Designer und Turbosynth weiterverarbeitet, liefern das Material; einzelne Impulse verdichten sich bis zu einem statischen Geräuschklang. Raumbewegungen gehören zur Komposition: Die acht Kanäle der mehrkanaligen Fassung bilden zwei unabhängige Bewegungsebenen mit Pendelbewegungen, Dopplereffekten und Rotationen. Wilfried Jentzsch, Schüler von Iannis Xenakis und Gründungsmitglied der DEGEM, leitet seit 1993 das Elektronische Studio der Dresdner Musikhochschule, in dem das Stück realisiert wurde. André Ruschkowskis „Nasoma“ (1996) beruht auf den Formteilen seines „Salzburgtrum“, einer sechzigminütigen Komposition aus Originalaufnahmen aus Salzburg, deren elektronischer Bearbeitung und Instrumentalklängen; zeitlich komprimiert und neu kombiniert, wurden sie im Computer analysiert und mit veränderten Eigenschaften wieder zusammengesetzt.

Heinz-Josef Florians „Hannah’s Tapesession IIa“ (1995) ist eine von mehreren Tapesessions nach Aufnahmen der Stimme seiner Tochter. Mit Csound und eigener Software, durch Resynthese und Stimmsynthese mit dem FOF-Algorithmus, wird die Stimme aus ihren Hüllkurven neu aufgebaut; im Original erklingt sie nur ganz am Schluss als kurzer Ausruf, und gerade die gesanglichsten Stellen sind rein synthetisch. Christian Banasik schrieb „Begegnung VI“ (1996) für Edwin Alexander Buchholz: Gesampelte Atemgeräusche und Klänge des Akkordeons werden während der Aufführung von einem Rechner vierkanalig gesteuert, die Tonhöhenmuster berechnete Banasik mit einem eigenen Programm aus abstrakten Formeln.

Für „XIX MIKADO 2“ (1998), den zweiten Teil eines radiophonen Hörstücks, reiste Johannes S. Sistermanns auf einer Konzerttournee rund 37 000 Kilometer nach Singapur, Australien und Japan. Den einen Satz, den er überall sprechen wollte, fand er nicht; stattdessen zählte und sang er Ziffern und Buchstaben in einem Taxi in Singapur, am Indischen Ozean und in einem Flugzeug über Nordindien, nahm Holzschläge im Tempel Tenryu-ji in Kyoto auf und ließ unterwegs Mikadostäbchen auf die verschiedensten Materialien fallen. Die Aufnahme entstand beim Saarländischen Rundfunk.

Matthias Kirschke formte „Masae“ (1995) auf dem Macintosh mit Sound Designer II und ProTools III aus Klängen von Küchengeräten und Papier, die er stark verfremdete. Hans Tutschkus „extrémités lointaines“ (1998), ein Auftrag des französischen Kulturministeriums und der INA/GRM, verarbeitet Aufnahmen einer vierwöchigen Konzertreise des Goethe-Instituts im Sommer 1997 durch Singapur, Indonesien, die Philippinen und Thailand: Klänge der Großstädte, Musik aus Kirchen und Tempeln, Straßenmusik und Kindergesang. Die 15 Teile beschreiben unterschiedliche Orte und Atmosphären; die CD enthält eine gekürzte Fassung.

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