Johannes S. Sistermanns

Komponist / Klangkünstler

Am 9. Oktober 1955 in Köln geboren; Johannes S. Sistermanns ist Komponist und Klangkünstler. Von 1976 bis 1984 studierte er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Komposition bei Mauricio Kagel und Klavier bei Klaus Runze; hinzu kamen 1977 nordindischer Raga-Gesang an der Banaras Hindu University und von 1979 bis 1981 Obertongesang. Nach einem Philosophiestudium bei Friedrich-Wilhelm von Herrmann in Freiburg wurde er 1989 in Osnabrück in Musikwissenschaft promoviert. Seit den frühen 2000er Jahren entwickelt er die KlangPlastik: Statt über Lautsprecher überträgt er seine Kompositionen mit Piezo-Wandlern direkt auf Wände, Fenster und Instrumente und erzeugt so einen mehrmedialen Raumverlauf. Seit 1983 realisiert er Hörstücke und Klangfeatures für WDR3, Deutschlandradio und ABC Sydney; ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Karl-Sczuka-Preis (1997), dem Deutschen Klangkunst-Preis (2008) und dem Deutschen Musikautorinnen- und Musikautorenpreis (2020). Drei Alben verbinden ihn mit Cybele, sämtlich Folgen der DEGEM-Reihe, mit der das Label die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik dokumentiert: Ausbruch Aufbruch (1998), 90 Sekunden Wirklichkeit (2005) und Orpheus 400 (2007).