Cybele 960209 2007

16bit 44.1kHz Stereo Elektroakustische Musik Neue Musik Elektroakustische Musik Romantische Musik Zeitgenössische Musik 1:16:16

Zur Beschreibung

DEGEM Vol. 9 – Orpheus 400

Mitwirkende

Verschiedene Interpreten

Komponisten

Andre Bartetzki · Andreas Wagner · Clemens von Reusner · Dirk Specht · Dugal McKinnon · Frank Niehusmann · Franz Martin Olbrisch · Gerald Eckert · Gerriet K. Sharma · Hans W. Koch · Harald Muenz · Heinz-Josef Florian · Jens Brand · Joachim Heintz · Johannes Kreidler · Johannes S. Sistermanns · Kazuya Ishigami · Ralf Haarmann · Thomas Gerwin · Thomas Kessler · Wolfgang Liebhart

Kurzbeschreibung

„Orpheus 400“, die neunte CD der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik (DEGEM), erschien 2007 zum 400. Jahrestag der Uraufführung von Claudio Monteverdis Oper „L’Orfeo“. Stefan Fricke konzipierte sie als Folge von zwanzig elektroakustischen Lesarten des Orpheus-Mythos, „orphische Verdichtungen“ zwischen 4 und 400 Sekunden Spieldauer. Bis auf Thomas Kesslers „Countdown für Orpheus“ von 1966 entstanden alle Stücke eigens für diese CD, darunter Heinz-Josef Florians „Eurydikes Schrei“, Johannes S. Sistermanns’ „Orpheus sings the net“ und Andre Bartetzkis „L’eco d’Orfeo“.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
76:17

Kanäle
Stereo

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 10 Seiten, Leporello

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 960209
Erscheinungsjahr
2007
Genre
Elektroakustische Musik, Neue Musik
Epoche
Elektroakustische Musik, Romantische Musik, Zeitgenössische Musik
Besetzung
Elektroakustische Musik
Label
Cybele Records
Barcode
809548012427
GTIN
4068992503721
Booklet (Seiten)
10

Tracklisting

20 Titel · 1:16:16

  1. 01 orfeus@home (2007) Komponist:in: Hans W. Koch (* 1962) Interpret:in: Hans W. Koch 1:48
  2. 02 Kerberos (2007) Komponist:in: Kazuya Ishigami (* 1972) Interpret:in: Kazuya Ishigami 3:07
  3. 03 Still Life with Orphean Shepherd (2007) Komponist:in: Harald Muenz (* 1965) Interpret:in: Harald Muenz 6:02
  4. 04 evros (2007) Komponist:in: Jens Brand (* 1968) Interpret:in: Jens Brand 3:28
  5. 05 Herbert Stencil als Orpheus verkleidet in der Unterwelt (für V) (2007) Komponist:in: Ralf Haarmann (* 1970) Interpret:in: Ralf Haarmann 5:53
  6. 06 Countdown für Orpheus (1966) Komponist:in: Thomas Kessler (1937-2024) Interpret:in: Thomas Kessler 6:42
  7. 07 Oh O… (2007) Komponist:in: Wolfgang Liebhart (* 1958) Interpret:in: Wolfgang Liebhart 0:39
  8. 08 Kontinuum mit Melodie (2007) Komponist:in: Johannes Kreidler (* 1980) Interpret:in: Johannes Kreidler 3:10
  9. 09 Wer (Monster. Mythen. Mutationen) (2007) Komponist:in: Frank Niehusmann (* 1960) Interpret:in: Frank Niehusmann 6:42
  10. 10 Prisma – du fond d’un naufage (2007) Komponist:in: Gerald Eckert (* 1960) Interpret:in: Gerald Eckert 2:13
  11. 11 Orpheus sings the net (2007) Komponist:in: Johannes S. Sistermanns (* 1955) Interpret:in: Johannes S. Sistermanns 2:24
  12. 12 Libethra 8.07 (2007) Komponist:in: Andreas Wagner (* 1962) Interpret:in: Andreas Wagner 4:02
  13. 13 e-scape Nr. 4 (2007) Komponist:in: Thomas Gerwin (* 1955) Interpret:in: Thomas Gerwin 6:42
  14. 14 Stimmen (2007) Komponist:in: Joachim Heintz (* 1961) Interpret:in: Joachim Heintz 2:51
  15. 15 Orphée 49 Edit 1 (Hommage à J.C.) (2007) Komponist:in: Dirk Specht (* 1968) und Gerriet K. Sharma (* 1974) Interpreten: Dirk Specht, Gerriet K. Sharma 1:59
  16. 16 Eurydikes Schrei (2007) Komponist:in: Heinz-Josef Florian (* 1955) Interpret:in: Heinz-Josef Florian 3:22
  17. 17 Gedehnte Zeit (2007) Komponist:in: Clemens von Reusner (* 1957) Interpret:in: Clemens von Reusner 5:02
  18. 18 Orphée 2007 Komponist:in: Franz Martin Olbrisch (* 1952) Interpret:in: Franz Martin Olbrisch 0:06
  19. 19 Strane e sconosciute vie (2007) Komponist:in: Dugal McKinnon (* 1972) Interpret:in: Dugal McKinnon 3:57
  20. 20 L’eco d’Orfeo (2007) Komponist:in: Andre Bartetzki (* 1962) Interpret:in: Andre Bartetzki 6:07

Beschreibung

2007 jährte sich zum 400. Mal die Uraufführung von Claudio Monteverdis „L’Orfeo“, dem ersten Höhepunkt des damals noch jungen Musiktheaters. Stefan Fricke, der die CD konzipierte, zitiert dazu Arnold Feil: Das Neue an Monteverdis „musikalischem Märchen“ sei, dass er die Vielfalt der musikalischen Erscheinungen zum eigentlichen Gestaltungsprinzip erhebe. Fricke erinnert an den antiken Orpheus, den Sänger und Lyraspieler, dem Tiere und Bäume lauschen und bei dessen Gesang Steine weinen, den Liebenden, Leidenden und Scheiternden, und an „orphée 53“ der Musique-concrète-Pioniere Pierre Schaeffer und Pierre Henry: Die erste „konkrete Oper“ mit Tonband und Live-Akteuren geriet bei den Donaueschinger Musiktagen 1953 wegen der Lautsprecherklänge eher zum kleinen Skandal als zum Erfolg.

Die zwanzig Stücke von 21 Komponisten der Jahrgänge 1937 bis 1980 sind, so Fricke, überaus unterschiedliche Lesarten des Mythos. Bis auf Thomas Kesslers „Countdown für Orpheus“ (1966) entstanden alle 2007 eigens für diese CD und erschienen hier zum ersten Mal. Die Spieldauer reicht von vier Sekunden in Franz Martin Olbrischs „Orphée 2007“ bis zu 400 Sekunden, etwa in Frank Niehusmanns „Wer (Monster. Mythen. Mutationen)“ und Thomas Gerwins „e-scape Nr. 4“. Die Titel reichen von Kazuya Ishigamis „Kerberos“ und Heinz-Josef Florians „Eurydikes Schrei“ bis zu Johannes Kreidlers „Kontinuum mit Melodie“ und Clemens von Reusners „Gedehnte Zeit“; Dirk Specht und Gerriet K. Sharma schrieben gemeinsam „Orphée 49 Edit 1 (Hommage à J.C.)“. Hans W. Kochs „orfeus@home“ eröffnet die Folge, Andre Bartetzkis „L’eco d’Orfeo“ beschließt sie.

Die Titel führen quer durch den Mythos und durch die Verfahren der elektroakustischen Musik: von Harald Muenz’ Still Life with Orphean Shepherd über Ralf Haarmanns Herbert Stencil als Orpheus verkleidet bis zu Dugal McKinnons Strane e sconosciute vie. Das Duo NooK — Dirk Specht und Gerriet K. Sharma — steuert seine gemeinsame Hommage bei, Thomas Gerwins e-scape Nr. 4 und Frank Niehusmanns Wer? nutzen die vollen 400 Sekunden. Die CD spielt 76:17; das Begleitheft ist ein zehnseitiges Leporello in Deutsch und Englisch.

Die 1991 in Berlin als deutsche Sektion der Confédération Internationale de Musique Electroacoustique gegründete DEGEM organisiert Fachtagungen, Kurse und Konzerte, publiziert Texte, DVDs und CDs und engagiert sich bei der jährlichen internationalen Tagung Sound and Music Computing (SMC). 2005 startete sie gemeinsam mit dem ZKM in Karlsruhe ein 24-stündiges Nonstop-Webradio mit Konzertmitschnitten, Komponisten- und Studioporträts, Features und Berichten von Festivals und Symposien.

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