Diese Aufnahme zeichnet ein vielschichtiges Bild von Christoph Maria Wagners Klaviermusik. Die zehn Etüden erproben jeweils ein prägnantes rhythmisches, melodisches oder harmonisches Konzept. Aus klar gefassten Voraussetzungen entwickelt Wagner Musik, die technische Präzision, differenzierten Anschlag und ein waches Gespür für Klangfarbe verlangt.
Chromatomanie erweitert die in den Etüden gewonnenen Mittel zu einer groß angelegten Solokomposition. Punktierte Rhythmen, gleitende Bewegungen, durchlaufende Figuren und eine rhythmische Reihe bilden die Ausgangspunkte eines konsequent entwickelten Verlaufs. Die Musik verbindet pianistisches Denken mit einer dramatischen Form, die Spannung aus klanglicher Veränderung gewinnt.
In Vier bis fünf Geister für Klavier zu vier Händen tritt Thomas Mombaur neben den Komponisten. Das Werk verbindet Anklänge an Jazz und Pseudo-Funk mit Bezügen zu Robert Schumann, Karlheinz Stockhausen und Morton Feldman. Wagner und Mombaur machen daraus ein farbiges Duo, in dem historische Erinnerung und gegenwärtige Spielenergie zusammenkommen.
