Franz Martin Olbrisch

Komponist / Klangkünstler

Am 5. November 1952 in Mülheim an der Ruhr geboren; Franz Martin Olbrisch ist Komponist und Klangkünstler. Von 1979 bis 1985 studierte er Komposition und Musiktheorie an der Hochschule der Künste Berlin bei Frank Michael Beyer. Von 1986 bis 1996 unterrichtete er Theorie an der Kirchenmusikschule Berlin, von 1988 bis 2008 lehrte er Komposition an der Universität der Künste Berlin und am Elektronischen Studio der Technischen Universität Berlin; von 2008 bis 2020 leitete er als Professor das Studio für Elektronische Musik der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Bis 1989 schrieb er vor allem Instrumentalwerke, danach rückten multimediale und interdisziplinäre Ansätze in den Vordergrund; zu seinen Arbeiten zählen das Streichquartett „Ein Quadratmeter Schwärze“, die Orchesterstücke „Grain“ und „craquelé“ und die 48-stündige radiophone Installation „FM o99.5“. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Boris-Blacher-Preis (1984); seit 2013 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Drei Alben verbinden ihn mit Cybele. Zwei davon sind Folgen der DEGEM-Reihe: 90 Sekunden Wirklichkeit (2005) und Orpheus 400 (2007). Hinzu kommt eine Beteiligung an der Hörbuchproduktion Weht ein Stadtspaziergang durch den Traum (2014).