1957 geboren; Clemens von Reusner ist Komponist und lebt im niedersächsischen Wendland. Seit dem Ende der 1970er Jahre arbeitet er auf dem Gebiet der elektroakustischen Musik; er schreibt akusmatische und radiophone Werke, Hörspiele und Soundscape-Kompositionen aus elektronisch erzeugten und an besonderen Orten mit Mikrofonen aufgenommenen Klängen, die er im Studio bearbeitet. Ein Schwerpunkt ist die Raumklangkomposition für mehrkanalige Lautsprecheranordnungen. Seine Werke wurden im Rundfunk gesendet und auf Festivals in Asien, Europa und Amerika aufgeführt, darunter die International Computer Music Conference, die Linux Audio Conference und das New York City Electroacoustic Music Festival. 2020 gewann er mit „Anamorphosis“ den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb der Weimarer Frühjahrstage, 2023 war er für den Deutschen Musikautor*innenpreis in der Kategorie Komposition Experimentelle Musik/Elektronik nominiert. Von 2010 bis 2013 gehörte er dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Elektroakustische Musik an, seit 2015 kuratiert er die Reihe „Akusmatische Konzerte“ in Trebel. Auf dem Cybele-Album DEGEM Vol. 9 – Orpheus 400 (2007) ist er mit „Gedehnte Zeit“ (2007) vertreten.
Clemens von Reusner
Komponist
