Gerald Eckert

Komponist / Violoncello / Bildender Künstler

Gerald Eckert wurde am 27. Dezember 1960 in Nürnberg geboren. Von 1985 bis 1990 studierte er Violoncello, Klavier und Dirigieren am Meistersinger-Konservatorium Nürnberg, von 1987 bis 1992 Mathematik in Erlangen-Nürnberg sowie Komposition bei Walter Zimmermann; ab 1989 erhielt er Kompositionsunterricht bei Wilfried Jentzsch, von 1992 bis 1995 studierte er an der Folkwang Hochschule Essen bei Nicolaus A. Huber sowie elektroakustische Komposition bei Dirk Reith und besuchte Kurse bei James Dillon, Brian Ferneyhough und Jonathan Harvey. 1996/97 arbeitete er am CCRMA der Stanford University, später lehrte er unter anderem in Darmstadt, Akiyoshidai und an der Chung-Ang University in Südkorea. Neben seiner Kompositionstätigkeit tritt er als Violoncellist hervor und arbeitet seit 1989 auch bildnerisch mit Malerei, Ausstellungen und Installationen. Seit 1989 lebt er in Eckernförde, wo er als Cellist und Dirigent des ensemble reflexion K arbeitet; die Festivals Chiffren in Kiel (2006) und Provinzlärm in Eckernförde (2007) hat er mitbegründet. Ausgezeichnet wurde er 1993 mit dem Gulbenkian-Preis, 1994 mit dem Musikpreis des NDR, 1996 mit dem Kranichsteiner Musikpreis, 2003 mit einem ersten Preis des Wettbewerbs von Bourges sowie 2005 mit dem Elisabeth-Schneider-Preis und einem ersten Preis des Stuttgarter Kompositionswettbewerbs; 2010 war er Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles. Vier Alben verbinden ihn mit Cybele, alle im Feld der elektroakustischen Musik. Zwei gehören zur Reihe ex machina — le son qui s’arrête le son éclaté und tangent, beide 1996 — und eines zur DEGEM-Reihe, Orpheus 400 (2007). Hinzu kommt eine Beteiligung an der Hörbuchproduktion Weht ein Stadtspaziergang durch den Traum (2014).