Zdenek Lukas

Komponist

Am 21. August 1928 in Prag geboren, am 13. Juli 2007 ebenda gestorben; Zdenek Lukas war Komponist. Nach dem Abschluss einer Lehrerbildungsanstalt arbeitete er von 1953 bis 1963 als Lehrer. Später war er Musikredakteur und Programmleiter beim Tschechischen Rundfunk in Pilsen, wo er auch den gemischten Chor Ceska pisen gründete und über viele Jahre leitete; für ihn schrieb und bearbeitete er einen Großteil des Repertoires. Fast zehn Jahre lang nahm er Konsultationen bei Miloslav Kabelac, die ihn mit modernen Kompositionstechniken bis hin zur konkreten und elektronischen Musik vertraut machten. 1996 gründete er gemeinsam mit Sylvie Bodorova, Lubos Fiser und Otmar Macha die Gruppe Quattro. Sein Werkverzeichnis umfasst mehr als 330 Werke, darunter sieben Sinfonien, sechs Opern, zahlreiche Konzerte, Kammer- und Chormusik; seine Tonsprache stützt sich auf modale Prinzipien und ist von der tschechischen Volksmusik geprägt. Auf dem Cybele-Album The Invitation – Saxophonquartette des 20. Jahrhunderts (2007) ist er mit seinem 1970 für Sigurd Raschèr geschriebenen „Rondo per 4 sassofoni“ als Komponist vertreten.