Cybele 130101 1995

16bit 44.1kHz Stereo Klassik Klassische Musik 44:41

Zur Beschreibung

Joseph Haydn: Die letzten drei Klaviersonaten

Mitwirkende

Thomas LeanderPianist

Komponist:in

Joseph Haydn

Kurzbeschreibung

Klaviersonaten Nr. 60 C-Dur Hob. XVI:50, Nr. 61 D-Dur Hob. XVI:51 und Nr. 62 Es-Dur Hob. XVI:52. Haydns drei letzte Klaviersonaten entstanden 1794/95 während seines zweiten Londoner Aufenthalts für die Pianistin Therese Jansen. Kühne Harmonien, überraschende Pausen, neuartige Pedalvorschriften und pointierter Humor weisen bereits auf Beethoven. Thomas Leander arbeitet die unterschiedlichen Charaktere, die rhetorische Artikulation und den dialogischen Ton dieser späten Meisterwerke heraus. Thomas Leander – Steinway-D-Flügel. Die Aufnahme verbindet präzise Interpretation mit einer klanglich sorgfältigen Dokumentation des jeweiligen Instruments und Raums.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
16 bit / 44,1 kHz

Gesamtspielzeit
44:41

Kanäle
Stereo

Mitwirkende und Instrumente
Thomas Leander – Steinway-D-Flügel

Programm
Klaviersonaten Nr. 60 C-Dur Hob. XVI:50, Nr. 61 D-Dur Hob. XVI:51 und Nr. 62 Es-Dur Hob. XVI:52

Angaben

Katalognummer
Cybele 130101
Erscheinungsjahr
1995
Genre
Klassik
Epoche
Klassische Musik
Besetzung
Klavier
Label
Cybele Records
Barcode
809548001421
GTIN
4068992491103
Booklet (Seiten)
24

Tracklisting

8 Titel · 44:41

  1. 01 Sonate Nr. 60 in C-Dur, Hob. XVI/50 – Allegro Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 7:55
  2. 02 Sonate Nr. 60 in C-Dur, Hob. XVI/50 – Adagio Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 6:16
  3. 03 Sonate Nr. 60 in C-Dur, Hob. XVI/50 – Allegro molto Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 2:47
  4. 04 Sonate Nr. 61 in D-Dur, Hob. XVI/51 – Andante Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 3:44
  5. 05 Sonate Nr. 61 in D-Dur, Hob. XVI/51 – Finale. Presto Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 2:20
  6. 06 Sonate Nr. 62 in Es-Dur, Hob. XVI/52 – Allegro Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 8:05
  7. 07 Sonate Nr. 62 in Es-Dur, Hob. XVI/52 – Adagio Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 7:20
  8. 08 Sonate Nr. 62 in Es-Dur, Hob. XVI/52 – Finale. Presto Komponist:in: Joseph Haydn (1732-1809) Interpret:in: Thomas Leander 6:14

Beschreibung

Klaviersonaten Nr. 60 C-Dur Hob. XVI:50, Nr. 61 D-Dur Hob. XVI:51 und Nr. 62 Es-Dur Hob. XVI:52. Haydns drei letzte Klaviersonaten entstanden 1794/95 während seines zweiten Londoner Aufenthalts für die Pianistin Therese Jansen. Kühne Harmonien, überraschende Pausen, neuartige Pedalvorschriften und pointierter Humor weisen bereits auf Beethoven. Thomas Leander arbeitet die unterschiedlichen Charaktere, die rhetorische Artikulation und den dialogischen Ton dieser späten Meisterwerke heraus.

Die Orgel erscheint hier nicht als bloßes Traditionsinstrument, sondern als Labor für Klang, Zeit und Raum. Registerfarben, mechanische Geräusche, räumlich getrennte Klangquellen und die spezifische Akustik des Aufnahmeortes werden zu kompositorischen Parametern. Gerade die Verbindung aus präziser Notation und improvisatorischem Denken eröffnet Hörperspektiven, die weit über das gewohnte Orgelrepertoire hinausreichen.

Die Aufnahme legt Wert auf Transparenz und räumliche Differenzierung. Feine Einzelstimmen bleiben ebenso präsent wie großflächige Verdichtungen; abrupte Gesten, lange Nachklänge und leise Übergänge behalten ihre dramaturgische Funktion. Dadurch lässt sich die Musik sowohl als Abfolge charakteristischer Klangbilder als auch als sorgfältig gebauter formaler Prozess erleben.

Historische Formmodelle und gegenwärtige Spieltechniken begegnen sich dabei auf Augenhöhe. Choral, Passacaglia, Fantasie oder Meditation werden nicht zitiert, um Vertrautheit zu erzeugen, sondern als offene Denkformen weitergeführt. Das macht die Programme auch für Hörerinnen und Hörer zugänglich, die Neue Musik über konkrete Klangfarben, erkennbare Gesten und die sinnliche Präsenz des Instruments entdecken möchten.

Interpretation und Instrumentarium sind für dieses Programm entscheidend: Thomas Leander – Steinway-D-Flügel. Die spezifischen Register, Spielweisen und räumlichen Gegebenheiten prägen Artikulation und Dramaturgie. Historische Instrumente werden dabei nicht museal behandelt, sondern als lebendige Klangkörper, deren Eigenarten neue Musik und Improvisation unmittelbar inspirieren.

Das ausführliche Booklet ordnet Werke, Entstehungszusammenhänge und Aufnahmesituation ein. So entsteht ein Album, das gleichermaßen als konzentriertes Werkporträt und als Einladung zum entdeckenden Hören funktioniert. Die sorgfältige Produktion bewahrt dynamische Extreme, Nachhall und feine Farbübergänge und macht die Wechselwirkung von Komposition, Interpretation und Raum nachvollziehbar.