Cybele 3D-051507 2016

3D-Binaural-Stereo DSD Stereo Surround Klassik Romantische Musik 1:08:52

Zur Beschreibung

Max Reger Edition. Sämtliche Orgelwerke (Vol. 7)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Max Reger

Kurzbeschreibung

Der siebte Band der Max Reger Edition versammelt Musik, die Max Reger für den kirchlichen Alltag und für den Unterricht schrieb. Aus der Sammlung Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67 erklingt das erste Heft mit den Nummern 1 bis 15, von „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr!“ bis „Jauchz, Erd, und Himmel, juble!“. Die Vier Präludien und Fugen Op. 85 von 1904 sind, wie ihr Schwesterwerk op. 56, ein Musterbuch polyphoner Satztechnik; das kurze Postludium in d-Moll WoO IV/12 beschließt das Programm. Martin Schmeding spielt die Walcker-Orgel von 1900 in der Evangelischen Kirche Essen-Werden.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
68:51

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Orgel
E. F. Walcker-Orgel op. 885 (1900; 3 Manuale, 35 Register), Evangelische Kirche Essen-Werden

Aufnahme
5.–7. Mai 2015, Evangelische Kirche Essen-Werden

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 56 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Mit freundlicher Unterstützung des Max-Reger-Instituts / Elsa-Reger-Stiftung

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung

opushd.net — Opus d’Or Award, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

MusicWeb International — Recording of the Month, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

Diapason — 5 Diapason, März 2017 (Box Max Reger Edition)

DIE ZEIT — Die besten Alben des Jahres 2016 (Box Max Reger Edition)

Pressestimmen

musikForum, 4/2016

organ – Journal für die Orgel, 4/2016

FonoForum, 8/2016

Leipziger Volkszeitung, 9/2016

Südwest Presse, 9/2016

American Record Guide, 9/2016

MusicWeb-International.com, 10/2016

Audiophile Audition, 10/2016

Opus Haute Définition, 10/2016

Early Music Reviews (Andrew Benson-Wilson), 11/2016

Der Spiegel, 11/2016

Thüringen Kulturspiegel, 12/2016

MusicWeb-International.com, 1/2017

Classic Voice, 2/2017

Gramophone, 3/2017

Fanfare, 3/2017

Diapason, 3/2017

musica sacra, 3/2017

Orgelnieuws.nl, 6/2017

Gewandhaus-Magazin, Nr. 93

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-051507
Erscheinungsjahr
2016
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Orgel
Label
Cybele Records
Barcode
809548016128
GTIN
4099885250064
Booklet (Seiten)
56

Tracklisting

24 Titel · 1:08:52

  1. 01 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 1: „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr!“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:31
  2. 02 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 2: „Alles ist an Gottes Segen“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 0:56
  3. 03 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 3: „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:52
  4. 04 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 4: „Aus meines Herzens Grunde“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:40
  5. 05 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 5: „Christus, der ist mein Leben“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:18
  6. 06 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 6: „Ein’ feste Burg ist unser Gott“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:31
  7. 07 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 7: „Dir, dir, Jehovah will ich singen!“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:58
  8. 08 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 8: „Erschienen ist der herrlich Tag“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:21
  9. 09 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 9: „Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:13
  10. 10 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 10: „Es ist das Heil uns kommen her“ (Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:01
  11. 11 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 11: „Freu’ dich sehr, o meine Seele“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:15
  12. 12 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 12: „Gott des Himmels und der Erden“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:58
  13. 13 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 13: „Herr, wie du willst, so schick’s mit mir“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:56
  14. 14 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 14: „Herzlich thut mich verlangen“ (O Haupt voll Blut und Wunden) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:57
  15. 15 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 1 (1900-1902) – Nr. 15: „Jauchz, Erd, und Himmel, juble!“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:22
  16. 16 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 1. Präludium und Fuge in cis-Moll: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:18
  17. 17 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 1. Präludium und Fuge in cis-Moll: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:58
  18. 18 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 2. Präludium und Fuge in G-Dur: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:38
  19. 19 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 2. Präludium und Fuge in G-Dur: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:21
  20. 20 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 3. Präludium und Fuge in F-Dur: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:17
  21. 21 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 3. Präludium und Fuge in F-Dur: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:33
  22. 22 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 4. Präludium und Fuge in e-Moll: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:51
  23. 23 Vier Präludien und Fugen Op. 85 (1904) – 4. Präludium und Fuge in e-Moll: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:45
  24. 24 Postludium in d-Moll WoO IV/12 (1904) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:22

Beschreibung

Mit dem Zyklus Op. 67 knüpfte Max Reger unmittelbar an Johann Sebastian Bach an. Die Vorbilder, das Orgelbüchlein und die Leipziger Choräle, sind in wiederkehrenden Grundmodellen greifbar: Oft entsteht der Beginn eines Vorspiels in traditioneller Imitationstechnik aus Motiven der Choralzeile, so in „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr!“, in „Aus meines Herzens Grunde“ und in „Herzlich thut mich verlangen“. „Christus, der ist mein Leben“ dagegen ist ein ausgezierter Choral, dessen Oberstimme über harmonisch reich geführten Unterstimmen ausgeschmückt wird. Der cantus firmus wandert durch alle Lagen, vom Sopran über den Tenor bis in den Bass, und wird gelegentlich kanonisch behandelt, etwa in „Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“.

Weite Verbreitung fanden die kurzen Stücke zunächst nicht; dafür sind ihre technischen Anforderungen trotz der Kürze zu hoch. Als Reger das bemerkte, bat er mehrere befreundete Interpreten, die Vorspiele in ihre Konzertprogramme aufzunehmen, und schrieb halb ironisch, in seinem festen Glauben an die Heiligkeit des deutschen Geistes hoffe er, dass auch diese scheinbar „alte“ Musik einmal recht gründlichst „modern“ werden werde – die Rückkehr zu Bach komme doch sicher. Das erste Heft reicht von Miniaturen unter einer Minute bis zu dem ausgedehnten „Jauchz, Erd, und Himmel, juble!“ am Schluss.

„Begabung ist das wenigste. Arbeit und immer wieder Arbeit“, hielt Reger fest: Schuften müsse man, um den Fels immer weiterzuschieben. Die strengen Maßstäbe, die Hugo Riemann und seine übrigen Lehrer ihm vermittelt hatten, setzte er bei den eigenen Schülern voraus; in München baute er sich vor seiner Berufung an die Akademie der Tonkunst einen exklusiven Kreis von Privatschülern auf. Im Zentrum der Ausbildung stand die Beherrschung der polyphonen Satztechniken. Joseph Haas, einer seiner bekanntesten Studenten, berichtete, in der Ersinnung instruktiver kontrapunktischer Übungen sei Regers Geist schier unerschöpflich gewesen, und erst wenn etwa hundert Fugen die „Absolution“ des Meisters empfangen hätten, habe ein Schüler damit rechnen können, die kompositionstechnischen Vorarbeiten einstellen zu dürfen.

Für die Orgel exerzierte Reger diese Techniken in den beiden Sammlungen op. 56 und Op. 85 exemplarisch durch. Zeitgenossen lobten Klarheit, Kürze und lineare Kontrapunktik, die dem Bild des „schwülstigen“ Reger widersprachen; in ihrer Konzeption erinnern die Vier Präludien und Fugen Op. 85 stark an das Wohltemperierte Clavier. Karl Straube hielt sie für den Orgelunterricht besonders geeignet und legte eine „pädagogische“ Ausgabe mit eigenen Zusätzen zur Interpretation vor. Die Sätze fallen sehr unterschiedlich aus: Neben ebenmäßigen Fugen im stile antico (Nr. 3 und 4) steht in Nr. 1 eine von intensiver chromatischer Kontrapunktik durchsetzte, während die zweite Fuge in typischer Scherzo-Schreibweise mit feinsinniger, kleingliedriger Artikulation gehalten ist. Auch die Präludien wechseln ihren Charakter, vom romantisch-ausdrucksvollen Charakterstück (Nr. 1) bis zur pastoralen Miniatur.

Das kurze Postludium in d-Moll WoO IV/12, 1904 im Orgelalbum bayrischer Lehrerkomponisten erschienen, verbindet eine arpeggierte Einleitung mit einem Fugato, das gegen Ende die Motivik des Beginns wieder aufnimmt. Aufgenommen wurde der Band vom 5. bis 7. Mai 2015 in der Evangelischen Kirche Essen-Werden. Sie entstand zwischen 1897 und 1900 aus zahlreichen Spenden Essener Fabrikanten, unter ihnen die in der nahen Villa Hügel residierende Familie Krupp. Passend zu den reichen Ornamenten und Wandbemalungen errichtete E. F. Walcker aus Ludwigsburg mit op. 885 eine orchestral-sinfonische Orgel im Stil der deutschen Spätromantik, trotz vergleichsweise geringer Größe von 35 Registern. Neben dem kräftigen, markanten Plenum fallen die beiden durchschlagenden Zungen des zweiten und dritten Manuals auf, Clarinette und Cor anglais, die solistischen Linien Kantabilität geben und Ensemble-Registrierungen eine eigene Färbung. Als eine der wenigen Orgeln der Jahrhundertwende im damaligen Westdeutschland blieb sie nach dem Krieg fast unverändert und wurde 1990/91 von der Werkstatt Karl Schuke (Berlin) umfassend saniert.

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