Cybele 3D-051508 2016

3D-Binaural-Stereo DSD Stereo Surround Klassik Romantische Musik 1:13:51

Zur Beschreibung

Max Reger Edition. Sämtliche Orgelwerke (Vol. 8)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Max Reger

Kurzbeschreibung

Der achte Band der Max Reger Edition beschließt die Sammlung Op. 67: Das dritte Heft bringt die Nummern 36 bis 52, von „Sollt ich meinem Gott nicht singen“ bis „O wie selig“. Daneben steht mit der Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 ein Werk, das Max Regers äußerst produktive Münchner Orgeljahre abschließt und lange im Schatten stand. Die Variationen und Fuge über „Heil, unserm König Heil!“ für Orgel WoO IV/7 gehen auf einen Zeitungsaufruf vom Januar 1901 zurück. Martin Schmeding spielt die Walcker-Orgel von 1900 in der Evangelischen Kirche Essen-Werden.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
73:49

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Orgel
E. F. Walcker-Orgel op. 885 (1900; 3 Manuale, 35 Register), Evangelische Kirche Essen-Werden

Aufnahme
8.–10. Mai 2015, Evangelische Kirche Essen-Werden

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 56 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Mit freundlicher Unterstützung des Max-Reger-Instituts / Elsa-Reger-Stiftung

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung

opushd.net — Opus d’Or Award, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

MusicWeb International — Recording of the Month, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

Diapason — 5 Diapason, März 2017 (Box Max Reger Edition)

DIE ZEIT — Die besten Alben des Jahres 2016 (Box Max Reger Edition)

Pressestimmen

musikForum, 4/2016

organ – Journal für die Orgel, 4/2016

FonoForum, 8/2016

Leipziger Volkszeitung, 9/2016

Südwest Presse, 9/2016

American Record Guide, 9/2016

MusicWeb-International.com, 10/2016

Audiophile Audition, 10/2016

Opus Haute Définition, 10/2016

Early Music Reviews (Andrew Benson-Wilson), 11/2016

Der Spiegel, 11/2016

Thüringen Kulturspiegel, 12/2016

MusicWeb-International.com, 1/2017

Classic Voice, 2/2017

Gramophone, 3/2017

Fanfare, 3/2017

Diapason, 3/2017

musica sacra, 3/2017

Orgelnieuws.nl, 6/2017

Gewandhaus-Magazin, Nr. 93

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-051508
Erscheinungsjahr
2016
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Orgel
Label
Cybele Records
Barcode
809548016227
GTIN
4099885250088
Booklet (Seiten)
56

Tracklisting

26 Titel · 1:13:51

  1. 01 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 36: „Sollt ich meinem Gott nicht singen“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:31
  2. 02 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 37: „Straf’ mich nicht in deinem Zorn“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:06
  3. 03 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 38: „Valet will ich dir geben“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:36
  4. 04 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 39: „Vater unser im Himmelreich“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:24
  5. 05 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 40: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:38
  6. 06 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 41: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:41
  7. 07 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 42: „Von Gott will ich nicht lassen“ (Mit Ernst, o Menschenkinder) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:17
  8. 08 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 43: „Warum sollt ich mich denn grämen“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:10
  9. 09 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 44: „Was Gott thut, das ist wohlgetan“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:06
  10. 10 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 45: „Wer nun den lieben Gott läßt walten“ (zu ernsten Liedern) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:58
  11. 11 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 46: „Wer nun den lieben Gott läßt walten“ (zu Liedern freudigen Inhalts) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 0:59
  12. 12 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 47: „Werde munter, mein Gemüte“ (Der am Kreuz ist meine Liebe) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:27
  13. 13 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 48: „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:27
  14. 14 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 49: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:27
  15. 15 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 50: „Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:29
  16. 16 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 51: „Jesus ist kommen“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:09
  17. 17 Zweiundfünfzig leicht ausführbare Vorspiele zu den gebräuchlichsten evangelischen Chorälen für Orgel Op. 67, Heft 3 (1900-1902) – Nr. 52: „O wie selig“ Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 1:32
  18. 18 Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 (1905-1906) – I. Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:15
  19. 19 Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 (1905-1906) – II. Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:37
  20. 20 Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 (1905-1906) – III. Intermezzo Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 6:11
  21. 21 Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 (1905-1906) – IV. Basso ostinato Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:08
  22. 22 Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 (1905-1906) – V. Romanze Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 6:14
  23. 23 Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 (1905-1906) – VI. Toccata Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:38
  24. 24 Suite in g-Moll für Orgel Op. 92 (1905-1906) – VII. Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:45
  25. 25 Variationen und Fuge über „Heil, unserm König Heil!“ für Orgel WoO IV/7 (1901) – Variationen Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:37
  26. 26 Variationen und Fuge über „Heil, unserm König Heil!“ für Orgel WoO IV/7 (1901) – Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:29

Beschreibung

Mit dem dritten Heft schließt sich die Sammlung Op. 67, die Max Reger zwischen 1900 und 1902 schrieb. Die Nummern 36 bis 52 versammeln viel gesungene Lieder wie „Vater unser im Himmelreich“, „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und „Wie schön leuchtet der Morgenstern“. Ähnlich wie Bach prägt Reger jedes Vorspiel durch eine charakteristische Figur: extreme Pedalsprünge, verminderte Septimen und Tritoni, in „Valet will ich dir geben“, kanonische Führung des cantus firmus in „Jesus ist kommen“. Zweimal hintereinander steht „Wer nun den lieben Gott läßt walten“, einmal zu ernsten Liedern, einmal zu Liedern freudigen Inhalts – die Sammlung war für den alltäglichen Gebrauch im Gottesdienst bestimmt.

Die Suite in g-Moll für Orgel Op. 92, Regers zweite Orgelsuite, führt in seinem Orgelwerk ein merkwürdiges Schattendasein; auch der Komponist selbst berichtet kaum Näheres über Entstehung oder Hintergrund. Sie beendet vorerst seine äußerst produktive Schaffensperiode für die Orgel, die erst mit op. 127 wieder einsetzte. Zeitlich fällt das Werk in eine Phase großer Anstrengungen: Reisen, Ärger in der Akademie der Tonkunst in München, aus der er schließlich austrat, und immer häufigere Krankheiten. Hinzu kam der Tod seines Vaters am 28. September 1906 – vielleicht eine Erklärung für die melancholische Grundstimmung des Werks.

Dass op. 92 sowohl als Gesamtband wie in sieben Einzelausgaben erschien, zeigt, dass Reger das Werk als Einheit dachte, seine Sätze aber wie die früheren Sammlungen von Charakterstücken auch einzeln gespielt werden konnten. Auf Präludium und Fuge folgen Intermezzo, Basso ostinato, Romanze, Toccata und eine zweite Fuge. Die Rezensionen fielen spärlich aus und reichten von der Einschätzung als Ziel des künstlerischen Ringens bis zum Vorwurf unzusammenhängender Bruchstücke von gesucht-hässlicher Harmonik; beides hält Martin Schmeding im Begleitheft für maßlose Übertreibungen. In ihrer formal und spieltechnisch geläuterten Schreibweise rundet die Suite die zahlreichen Zyklen der Münchner Zeit ab und weist bereits auf die Miniaturen von op. 129 voraus.

Am 11. Januar 1901 entdeckte Reger im Weidener Anzeiger einen Aufruf zur Errichtung einer Stiftung zum 80. Geburtstag des Prinzregenten Luitpold – möglicherweise der Anlass für die Variationen und Fuge über „Heil, unserm König Heil!“ für Orgel WoO IV/7 über dessen inoffizielle Hymne. Fünf Tage nach Regers Schlussvermerk starb Königin Victoria von England; sein früherer Lehrer Adalbert Lindner brachte das Stück später mit dem englischen Königshaus in Verbindung, und Reger selbst verbreitete es mit dem Hinweis, es tauge zur Verwendung bei Königsfesten. Mit der Variationsform hatte er sich schon öfter beschäftigt, hier verband er sie zum ersten Mal mit einer Fuge – eine Pioniertat, deren er sich durchaus bewusst war.

Aufgenommen wurde der achte Band vom 8. bis 10. Mai 2015 in der Evangelischen Kirche Essen-Werden, häufig nachts, weil tagsüber Außengeräusche die Arbeit gestört hätten. Einmal fühlte sich ein Anwohner um drei Uhr morgens von den immer gleichen, endlos wiederholten Passagen nicht nur gestört, sondern bedroht und rief die Polizei; Hans Winking, ehemaliger WDR-Redakteur und Begleiter der Essener Aufnahmen, öffnete den Beamten und erklärte ihnen, wie eine Musikaufnahme entsteht. Für Martin Schmeding hat das nächtliche Arbeiten bei allen Widrigkeiten auch seinen Reiz: Man habe die Kirchräume, die man sonst mit vielen anderen erlebe, einmal für sich allein. Zu den Eigenheiten, um derentwillen er dieses Instrument für Reger wählte, zählen die durchschlagenden Zungen der Walcker-Orgel, Clarinette und Cor anglais.

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