Cybele 3D-061701 2017

3D-Binaural-Stereo DSD Stereo Surround Neue Musik Zeitgenössische Musik 1:06:43

Zur Beschreibung

Oskar Gottlieb Blarr: Orgelwerke (2007-2017)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Oskar Gottlieb Blarr

Kurzbeschreibung

Zehn Jahre Orgelmusik von Oskar Gottlieb Blarr, gespielt von Martin Schmeding an den Instrumenten der Neanderkirche Düsseldorf, an der Blarr selbst Kantor war. Die Stücke tragen ihre Anlässe im Titel: eine im Krieg verbrannte Orgel, Gustav Gründgens als Mephisto, ein Muezzin-Ruf aus der Jerusalemer Altstadt, Widmungen an Helmut Schmidt und an Organisten in Bologna und Montserrat. Martin Schmeding – Rieger-Orgel (1965) und Orgelpositiv, Neanderkirche Düsseldorf.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
66:45

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Instrumente
Rieger-Orgel (1965) und Orgelpositiv, Neanderkirche Düsseldorf

Aufnahme
2.–4. März 2017, Neanderkirche Düsseldorf

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 44 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Pressestimmen

OpusKlassiek.nl, 10/2017

MusicWeb-International.com, 11/2017

Crescendo Magazine, 11/2017

InstrumentPage, 11/2017

MusicWeb-International.com, 12/2017

Rheinische Post, 12/2017

Deutschlandfunk, 1/2018

organ – Journal für die Orgel, 1/2018

Orgelnieuws.nl, 2/2018

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-061701
Erscheinungsjahr
2017
Genre
Neue Musik
Epoche
Zeitgenössische Musik
Besetzung
Orgel, Orgelpositiv
Label
Cybele Records
Barcode
809548018122
GTIN
4099885238833
Booklet (Seiten)
44

Tracklisting

15 Titel · 1:06:43

  1. 01 Holy Tango III „An Himmelfahrt“ (2007) Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 5:41
  2. 02 Dem Intendanten GG – Mephistowalzer mit Ave Maria (2007 / 2017) Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 9:18
  3. 03 Something like a blues – remembering George Maycock (2008 / 2011 / 2017) Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 4:48
  4. 04 Estampie II als Pedalsolo – Stantes erant pedes nostri in portis tuis Hierusalem (Psalm 121, 2), nach einem Organum-Fragment aus dem Robertsbridge Codex (2011) Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 6:36
  5. 05 Drei Albumblätter – I. Für Helmut Schmidt (2012) Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 2:39
  6. 06 Drei Albumblätter – II. Quasi una Tarantella: für Luigi Ferdinando Tagliavini in Bologna (2013) Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 3:58
  7. 07 Drei Albumblätter – III. Quasi una Sardana: in Organo, für Gregori Estrada, Montserrat (2013) Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 7:26
  8. 08 Fünf Intonationen (2014) – I. Intonation I, nach Nr. II „Exodus“ Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 1:23
  9. 09 Fünf Intonationen (2014) – II. Intonation II, nach Nr. III „Trostlied“ Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 1:21
  10. 10 Fünf Intonationen (2014) – III. Intonation III, nach Nr. IV „Der siebte Engel“, vor Nr. V „Heut’ ist“ Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 1:56
  11. 11 Fünf Intonationen (2014) – IV. Intonation IV, nach Nr. V „Heut’ ist“ und Nr. VI „In den Tagen“ Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 1:39
  12. 12 Fünf Intonationen (2014) – V. Intonation V, nach Nr. VI, vor Nr. VII „Kaddish“ Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 2:39
  13. 13 Der Bachpokal – Introduktion, Passacaglia und Choral als Orgelprobe in honorem Zacharias Hildebrandt (2007) – 1. Introduktion Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 1:43
  14. 14 Der Bachpokal – Introduktion, Passacaglia und Choral als Orgelprobe in honorem Zacharias Hildebrandt (2007) – 2. Passacaglia Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 11:48
  15. 15 Der Bachpokal – Introduktion, Passacaglia und Choral als Orgelprobe in honorem Zacharias Hildebrandt (2007) – 3. Choral Komponist:in: Oskar Gottlieb Blarr (* 1934) Interpret:in: Martin Schmeding 3:48

Beschreibung

Die vier Stücke, die das Album eröffnen, fasst Blarr als Vier Tänze zusammen. Holy Tango III „An Himmelfahrt“ ist als Erinnerung an die Teschemacher-Orgel von 1763 gedacht, die im Zweiten Weltkrieg in der Lutherischen Kirche an der Bergerstraße in Düsseldorf verbrannte; im Pedal jenes Instruments fehlte das große Cis. Die Rahmenteile beruhen auf dem reformatorischen Choral Christ fuhr gen Himmel, der Mittelteil bringt eine arabische Melodie, die Blarr am 8. August 2008 in der Altstadt von Jerusalem hörte — die Kantillation eines Muezzins, die einem polnischen Volkslied aus den Beskiden verblüffend ähnelt. Später ging das Stück als Orgelsolo in sein Himmelfahrtsoratorium ein, das am 5. September 2010 in Saalfeld uraufgeführt wurde.

Dem Intendanten GG — Mephistowalzer mit Ave Maria ist eine Hommage an Gustav Gründgens, der nach dem Krieg das Düsseldorfer Schauspielhaus leitete und das kulturelle Klima der Stadt prägte. Auslöser war Gründgens’ rhythmische Interpretation des Liedes in Auerbachs Keller, sein Scat-Gesang „jam pa pa pa pa pam“ im schnellen Walzertempo; als Kontrapunkt dazu erklingt das Ave Maria von Jacques Arcadelt, überlagert von sich beschleunigenden Glockenklängen, bis der Walzer ins „delirante“ steigert. Die ursprüngliche Orgelfassung spielte Martin Schmeding 2007 an der Felix-Mendelssohn-Europa-Orgel in Düsseldorf-Oberkassel; für diese Aufnahme schrieb Blarr eine neue, vorläufig endgültige Fassung. Es folgen Something like a blues — remembering George Maycock und die Estampie II als Pedalsolo, die auf einem Organum-Fragment aus dem Robertsbridge Codex beruht und einen Vers aus Psalm 122 im Titel führt.

Die Drei Albumblätter sind gewidmet: das erste Helmut Schmidt, das zweite als Quasi una Tarantella dem Organisten und Musikforscher Luigi Ferdinando Tagliavini in Bologna, das dritte als Quasi una Sardana Gregori Estrada in Montserrat. Die Fünf Intonationen von 2014 sind kurze Stücke von je ein bis zweieinhalb Minuten, die auf Nummern eines größeren Zyklus Bezug nehmen — Exodus, Trostlied, Der siebte Engel, Kaddish.

Den Schluss bildet Der Bachpokal, eine Introduktion, Passacaglia und Choral „als Orgelprobe in honorem Zacharias Hildebrandt“ von 2007. Die Passacaglia ist mit fast zwölf Minuten der längste Satz des Albums; der Titel spielt auf den Orgelbauer an, dessen Instrumente Bach zu prüfen hatte, und auf den Pokal, mit dem eine bestandene Orgelprobe begossen wurde.

Martin Schmeding spielt die Rieger-Orgel von 1965 und das Orgelpositiv, das Lukas Fischer 1992 für die Neanderkirche baute; an einigen Stücken wirkt der Komponist selbst mit. Aufgenommen wurde vom 2. bis 4. März 2017 in der Neanderkirche Düsseldorf, in Stereo, 5.1 Surround und 3D-Binaural-Stereo. Die Gesamtspielzeit beträgt 66:45; das Begleitheft von 44 Seiten enthält Blarrs eigene Erläuterungen zu jedem Stück.

Konzertkalender