hd-klassik 3D-801702 2017

3D-Binaural-Stereo DSD Klassik Romantische Musik 1:24:40

Zur Beschreibung

Sinfonieorchester Wuppertal LIVE (Vol. 1)

Mitwirkende

Sofja GülbadamovaKlavierSinfonieorchester WuppertalOrchesterDmitri JurowskiDirigent

Komponisten

Ernst von Dohnanyi · Johannes Brahms

Kurzbeschreibung

Im Juni 2017 dirigierte Dmitri Jurowski das Sinfonieorchester Wuppertal in der Historischen Stadthalle Wuppertal in einem Programm, das Ernst von Dohnanyi und Johannes Brahms verbindet. Von Dohnanyi erklingen die 1933 entstandenen Symphonischen Minuten Op. 36, fünf Orchesterminiaturen von jeweils höchstens fünf Minuten Dauer, und das Concerto No. 2 für Klavier und Orchester in h-Moll Op. 42, das er 1947 nach seiner Flucht aus Ungarn in Österreich schrieb; Solistin ist Sofja Gülbadamova. Den Abschluss bildet Brahms’ Sinfonie Nr. 3 in F-Dur Op. 90. Mit diesem Konzertmitschnitt begann die Reihe der Wuppertaler Live-Produktionen in der 3D-Binaural-Stereo Serie von hd-klassik.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
81:26 (CD-Schicht), 84:46 (SACD-Schicht)

Kanäle
3D-Binaural-Stereo

Instrument
Flügel Steinway D

Aufnahme
25./26. Juni 2017, Historische Stadthalle Wuppertal (Live-Mitschnitt)

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 24 Seiten, Digipak

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Pressestimmen

OpusKlassiek.nl, 12/2017

MusicWeb-International.com, 1/2018

Pizzicato, 1/2018

Musicalifeiten, 2/2018

Classical CD Review, 2/2018

PianoNews, 2/2018

MusicWeb-International.com, 3/2018

Westdeutsche Zeitung, 5/2018

PREVIEW Magazin, 5/2018

Crescendo Magazine, 9/2018

Bergische Blätter, 1/2019

CLASSICA, 3/2019

Angaben

Katalognummer
hd-klassik 3D-801702
Erscheinungsjahr
2017
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Live-Konzert, Orchestermusik
Label
hd-klassik
Barcode
809548018429
GTIN
4099885250767
Booklet (Seiten)
24

Tracklisting

13 Titel · 1:24:40

  1. 01 3D-Binaural-Stereo Trailer Interpret:in: Mirjam Wiesemann 0:38
  2. 02 Symphonische Minuten Op. 36 – I. Capriccio (Vivacissimo possibile) Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 2:23
  3. 03 Symphonische Minuten Op. 36 – II. Rapsodia (Andante) Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 3:40
  4. 04 Symphonische Minuten Op. 36 – III. Scherzo (Allegro vivace) Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 1:50
  5. 05 Symphonische Minuten Op. 36 – IV. Tema con Variazioni (Andante poco moto) Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 4:45
  6. 06 Symphonische Minuten Op. 36 – V. Rondo (Presto) Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 2:23
  7. 07 Concerto No. 2 für Klavier und Orchester in h-Moll Op. 42 – I. Allegro Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sofja Gülbadamova, Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 14:35
  8. 08 Concerto No. 2 für Klavier und Orchester in h-Moll Op. 42 – II. Adagio, poco rubato Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sofja Gülbadamova, Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 9:13
  9. 09 Concerto No. 2 für Klavier und Orchester in h-Moll Op. 42 – III. Allegro vivace Komponist:in: Ernst von Dohnanyi (1877-1960) Interpreten: Sofja Gülbadamova, Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 8:20
  10. 10 Sinfonie Nr. 3 in F-Dur Op. 90 – I. Allegro con brio Komponist:in: Johannes Brahms (1833-1897) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 12:44
  11. 11 Sinfonie Nr. 3 in F-Dur Op. 90 – II. Andante Komponist:in: Johannes Brahms (1833-1897) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 8:05
  12. 12 Sinfonie Nr. 3 in F-Dur Op. 90 – III. Poco allegretto Komponist:in: Johannes Brahms (1833-1897) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 6:05
  13. 13 Sinfonie Nr. 3 in F-Dur Op. 90 – IV. Allegro Komponist:in: Johannes Brahms (1833-1897) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Dmitri Jurowski 9:59

Beschreibung

Als Pianist, Komponist, Lehrer und Dirigent prägte Ernst von Dohnanyi das ungarische Musikleben seiner Zeit wie kaum ein anderer; Béla Bartok meinte, man könne die ungarische Musik in einem Wort zusammenfassen: „Dohnanyi!“ Im heutigen Bratislava geboren, studierte er an der Liszt-Akademie in Budapest Klavier bei Istvan Thoman und Komposition bei Hans Koessler. Koessler schickte das Manuskript des Klavierquintetts Op. 1 seines zwanzigjährigen Schülers an Johannes Brahms, dessen Ausruf, er selbst hätte es nicht besser schreiben können, Dohnanyi viele Türen öffnete. Nach zehn Jahren als Professor an der Königlichen Musikhochschule in Berlin kehrte er bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach Ungarn zurück; von 1919 bis 1944 war er Musikdirektor des Budapester Philharmonischen Orchesters. Diesem Orchester widmete er die Symphonischen Minuten Op. 36 von 1933. Im Orchesterrepertoire vermisste er Miniaturen: Keiner der fünf Sätze, vom Capriccio bis zum Rondo, dauert länger als fünf Minuten, und doch reichen sie von Tiefe und Melancholie bis zu funkelndem Humor.

Das Concerto No. 2 für Klavier und Orchester in h-Moll Op. 42 ist von den Jahren nach 1944 gezeichnet. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Ungarn hatte Dohnanyi sein Orchester auflösen und sein Amt niederlegen müssen; 1944 floh er nach Österreich. Er verlor zwei Söhne – der älteste, Hans von Dohnanyi, wurde wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler im April 1945 im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet –, und im Sommer 1945 verbreiteten Radiosender weltweit die haltlose Anschuldigung, er sei ein Kriegsverbrecher; ein Auftrittsverbot folgte. Anfang 1947 begann er das Konzert in Neukirchen am Walde bei Linz und vollendete es in Kitzbühel, nach eigener Aussage ganz am Schreibtisch, ohne Klavier. Auf die Frage, wer den halsbrecherischen Solopart spielen solle, antwortete der fast Siebzigjährige, er schreibe ihn für sich selbst. Sir Thomas Beecham leitete im Dezember 1947 die Uraufführung in England. Trotz des Erfolgs der ersten Aufführungen hat sich das Werk nicht im Standardrepertoire etabliert – nach Ansicht von Sofja Gülbadamova, die den Dohnanyi-Text im Begleitheft schrieb, vor allem wegen des Schadens, den die falschen Anschuldigungen dem Ruf des Komponisten zufügten.

Den Beitrag über Brahms verfasste Mirjam Wiesemann. Nach dem ersten Besuch von Johannes Brahms bei Clara und Robert Schumann in Düsseldorf im September 1853 stellte Robert Schumann ihn in seinem Artikel „Neue Bahnen“ als jungen, aber bereits vollendeten Komponisten vor. Die damit verbundenen Erwartungen setzten Brahms unter Druck; mehrfach verwarf er Pläne zu einer Sinfonie, und für seine erste brauchte er über 14 Jahre. Die Sinfonie Nr. 3 in F-Dur Op. 90 vollendete er im Sommer 1883 in Wiesbaden. Über ihre Entstehung ist wenig bekannt: Der Briefwechsel erwähnt sie nicht, Skizzen wurden nie gefunden, und es bleibt das Gerücht, der Fünfzigjährige sei damals in eine wesentlich jüngere Frau verliebt gewesen. Antonin Dvorak schrieb dem Verleger Fritz Simrock, das Werk überrage die beiden ersten Sinfonien vielleicht nicht an Größe, gewiss aber an Schönheit. Clara Schumann hörte im ersten Satz den Glanz des erwachten Tages, im zweiten eine reine Idylle, und nannte den dritten eine Perle, „aber es ist eine graue, von einer Wehmutsträne umflossen“.

Aufgenommen wurde das Konzert am 25. und 26. Juni 2017 in der Historischen Stadthalle Wuppertal, einem Jugendstilbau und der Heimspielstätte des 1862 als Elberfelder Kapelle gegründeten Sinfonieorchesters Wuppertal. Dmitri Jurowski, jüngster Vertreter einer russischen Musikerdynastie, war von 2011 bis 2016 Generalmusikdirektor der Flämischen Oper Antwerpen/Gent; 2011 wurde er Chefdirigent des Moskauer Sinfonieorchesters Russian Philharmonic, 2015 Musikdirektor der Staatsoper Nowosibirsk. Die in Moskau geborene Pianistin Sofja Gülbadamova studierte in Moskau, Lübeck und Paris; 2017 wurde sie künstlerische Leiterin des Internationalen Brahmsfestes Mürzzuschlag. Weil das Konzert 84 Minuten dauerte, fehlt auf der CD-Schicht die Wiederholung der Exposition im ersten Satz der Brahms-Sinfonie; die SACD-Schicht enthält sie.

Konzertkalender

26. Okt. 2026

19:30

2. Kammerkonzert – Sons de la Soirée(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Selina Lohmüller (Klarinette), Georg Sarkisjan (Geige), Francesco Punturo (Geige), Florian Glocker (Bratsche), Joël Wöpke (Violoncello)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

06. Nov. 2026

20:00

Brahms Serenata(öffnet in neuem Tab)

Dmitri Jurowski (Leitung), Sergej Nakarjakov (Trompete), Orchestra della Fondazione Arena di Verona
Teatro Filarmonico, Verona(Karte, öffnet in neuem Tab)

07. Nov. 2026

17:00

Brahms Serenata(öffnet in neuem Tab)

Dmitri Jurowski (Leitung), Sergej Nakarjakov (Trompete), Orchestra della Fondazione Arena di Verona
Teatro Filarmonico, Verona(Karte, öffnet in neuem Tab)

01. Feb. 2027

19:30

3. Kammerkonzert – Spiritus Feminae(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Ulrike Siebler (Flöte), Eva Högel (Geige), Anne Yumino Weber (Violoncello), Rayle Ernest Bligh (Kontrabass), Jee-Young Phillips (Klavier)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

08. März 2027

19:30

4. Kammerkonzert – Cantos y Danzas(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Liviu Neagu-Gruber (Geige), Axel Heß (Geige), Ayane Koga (Bratsche), Joël Wöpke (Violoncello), Manuela Randlinger (Harfe), Sören Alexander Golz (Gitarre)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

14. März 2027

11:00

8. Sinfoniekonzert – Mahler Drei(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Remy Ballot (Leitung), Anna Lucia Richter (Mezzosopran), Essener Domsingknaben, Elberfelder Mädchenkurrende
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

15. März 2027

19:30

8. Sinfoniekonzert – Mahler Drei(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Remy Ballot (Leitung), Anna Lucia Richter (Mezzosopran), Essener Domsingknaben, Elberfelder Mädchenkurrende
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

31. Mai 2027

19:30

5. Kammerkonzert – Musik.Leben.Überleben(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Carola Seibt-Oberschelp (Geige), Seoran Kim (Geige), Jens Brockmann (Bratsche), Karin Nijssen-Neumeister (Violoncello), James Maddox (Klavier)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

06. Juni 2027

11:00

11. Sinfoniekonzert – La Mer(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Gregor Meyer (Leitung), Susanne Bernhard (Sopran), Thomas Laske (Bariton), Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal, Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

07. Juni 2027

19:30

11. Sinfoniekonzert – La Mer(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Gregor Meyer (Leitung), Susanne Bernhard (Sopran), Thomas Laske (Bariton), Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal, Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

14. Juni 2027

19:30

6. Kammerkonzert – Messieurs Dames(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Jaha Lee (Geige), Anne Yumino Weber (Violoncello), Udo Mertens (Flöte), Bonnie Wagner (Klavier), Alexander Puliaev (Cembalo)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

15. Juli 2027

19:30

Uptown Classics /4 – Vivaldi Vokal(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Lukas Baumann (Leitung), Ina Yoshikawa (Sopran), Jonathan Mayenschein (Countertenor), Wuppertaler Kurrende
Friedhofskirche Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

16. Juli 2027

19:30

Uptown Classics /4 – Vivaldi Vokal(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Lukas Baumann (Leitung), Ina Yoshikawa (Sopran), Jonathan Mayenschein (Countertenor), Wuppertaler Kurrende
Immanuelskirche Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)