Johannes Brahms

Komponist

Am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren, am 3. April 1897 in Wien gestorben; Johannes Brahms war Komponist, Pianist und Dirigent der Hochromantik. In Hamburg erhielt er Unterricht bei Eduard Marxsen. Im September 1853 lernte er in Düsseldorf Robert und Clara Schumann kennen; Robert Schumann machte ihn mit dem Aufsatz „Neue Bahnen“ öffentlich bekannt. Nach Tätigkeiten in Detmold und Hamburg leitete er 1863/64 die Wiener Singakademie und 1872 bis 1875 die Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, wo er sich dauerhaft niederließ. Sein Werk umfasst vier Sinfonien, Konzerte, „Ein deutsches Requiem“ (Uraufführung Bremen 1868), umfangreiche Kammermusik, Klavierwerke und mehr als 200 Lieder; eine Oper schrieb er nicht. Im Dezember 1871 bezog er in Wien die Wohnung Karlsgasse 4. 1873 entstanden die Variationen über ein Thema von Haydn, 1876 wurde die Erste Sinfonie uraufgeführt; im Wiener Tonkünstlerverein war Brahms Ehrenpräsident. Seine Orgelmusik steht am Anfang und am Ende des Schaffens: die Fuge in as-Moll ließ er 1864 in einer Musikzeitschrift veröffentlichen, die Elf Choralvorspiele op. 122 kamen erst postum heraus – das Titelblatt der Erstausgabe bezeichnet sie als einziges nachgelassenes Werk, das die Erben nach seinem letztwilligen Wunsch dem Verlag übergaben. Drei Alben verbinden ihn mit Cybele: Gerd Zacher stellte 2006 an einer originalen Walcker-Orgel Brahms’ Orgelwerke neben Mendelssohns Sechs Sonaten für die Orgel op. 65, Annette-Barbara Vogel und Ulrich Hofmann nahmen ihn 2002 in ihr Recital mit Werken von Enescu, Reger, Brahms und Lutoslawski auf, und das Sinfonieorchester Wuppertal spielte unter Dmitri Jurowski 2017 die Sinfonie Nr. 3 in F-Dur op. 90 für die Reihe Sinfonieorchester Wuppertal LIVE ein.