Cybele 660601 2001

16bit 44.1kHz Stereo Klassik Zeitgenössische Musik 1:10:28

Zur Beschreibung

Portrait Graham Waterhouse

Mitwirkende

Graham WaterhouseVioloncello / KomponistMarkus SchönKlarinetteMichael WendebergKlavier / DirigentAgnès MarcBlockflöte

Komponist:in

Graham Waterhouse

Kurzbeschreibung

Graham Waterhouse, 1962 in London geboren und seit 1992 als Komponist und Cellist in München ansässig, schreibt vor allem Kammermusik, oft Musikerkollegen auf den Leib geschrieben. Das Porträt reicht vom Praeludium Op. 32 für Klavier über die Three Pieces Op. 28 für Violoncello solo, Contraventings für Klarinette und Le Charmeur de Serpents für Alt- und Sopraninoblockflöte bis zu den Gestural Variations Op. 43a für Klarinette, Violoncello und Klavier. Waterhouse spielt selbst das Violoncello, zusammen mit Markus Schön (Klarinette), Michael Wendeberg (Klavier) und Agnès Marc (Blockflöten).

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
70:31

Kanäle
Stereo

Instrument
Steinway-Flügel Modell D

Aufnahme
4.–7. Juli 2000 und 23. Februar 2001, Erholungshaus der Bayer AG, Leverkusen

Begleitheft
Deutsch, Englisch und Französisch, 28 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 660601
Erscheinungsjahr
2001
Genre
Klassik
Epoche
Zeitgenössische Musik
Besetzung
Kammermusik, Klavier, Porträt, Soloinstrument, Violoncello
Label
Cybele Records
Barcode
809548006426
GTIN
4068992494708
Booklet (Seiten)
28

Tracklisting

13 Titel · 1:10:28

  1. 01 Praeludium Op. 32 (1992) for Piano Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Michael Wendeberg 5:31
  2. 02 Three Pieces Op. 28 (1996) for Solo Cello – Monologue (Moderato assai e risoluto) Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Graham Waterhouse 3:53
  3. 03 Three Pieces Op. 28 (1996) for Solo Cello – Chase (Maestoso Vivace) Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Graham Waterhouse 2:53
  4. 04 Three Pieces Op. 28 (1996) for Solo Cello – Recitative (Adagio e rubato e molto espressivo) Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Graham Waterhouse 4:44
  5. 05 Contraventings Op. 46a (1998) for Clarinet Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Markus Schön 9:58
  6. 06 Le Charmeur de Serpents Op. 39 (1997) for Alto and Sopranino Recorder Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Agnès Marc 10:20
  7. 07 Scherzino for Piano Op. 24 Nr. 2 (1994) Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Michael Wendeberg 2:21
  8. 08 bow n’ blow duo (1996) for Clarinet and Cello – Allegro moderato Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpreten: Markus Schön, Graham Waterhouse 3:25
  9. 09 bow n’ blow duo (1996) for Clarinet and Cello – Adagio tranquillo Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpreten: Markus Schön, Graham Waterhouse 4:05
  10. 10 bow n’ blow duo (1996) for Clarinet and Cello – Vivace Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpreten: Markus Schön, Graham Waterhouse 2:36
  11. 11 Vezza, Limerick (1995) for Cello and Speaking Voice Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpret:in: Graham Waterhouse 3:11
  12. 12 Gestural Variations Op. 43a (1997-99) for Clarinet, Violoncello and Piano Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpreten: Markus Schön, Graham Waterhouse, Michael Wendeberg 13:51
  13. 13 Toccatina Precipitando op.24bis (1985-98) for Clarinet, Violoncello and Piano Komponist:in: Graham Waterhouse (* 1962) Interpreten: Markus Schön, Graham Waterhouse, Michael Wendeberg 3:40

Beschreibung

Graham Waterhouse wurde 1962 in London geboren und stammt aus einer Londoner Musikerfamilie. Er studierte an der Highgate School in London, an der Cambridge University und an den Musikhochschulen in Essen und Köln, Komposition bei Hugh Wood und Robin Holloway, Violoncello bei Maria Kliegel, Young-Chang Cho und Eldar Issakadze; besondere Anregungen erhielt er von Sergiu Celibidache und Siegfried Palm. Seit 1992 lebt er als freischaffender Komponist und Cellist in München. Er konzertierte mit dem Philharmonia Orchestra London und dem Ensemble Modern und spielte in Weimar, Baden-Baden, Mexico-City und Gorkij den Solopart seines Cellokonzerts Op. 27. Sein Schaffen umfasst vor allem Kammermusik und Instrumentalkonzerte, darunter Auftragswerke für die Münchener Biennale, die International Double Reed Society und das Schleswig-Holstein Festival.

Die Kammermusik steht, so Hans Krieger im Begleitheft, im Zentrum von Waterhouses Schaffen: Die Intimität kleiner Besetzungen und die Wechselrede weniger Instrumente kommen seinem musikantischen Naturell entgegen, und nicht wenige Stücke sind Auftragsarbeiten, bestimmten Musikerkollegen gleichsam auf den Leib geschrieben. Am unmittelbarsten wird ihr Ausdruck, wenn Waterhouse für sein eigenes Instrument schreibt. Die Three Pieces Op. 28 für Violoncello solo von 1996, Siegfried Palm gewidmet, erreichen in ihrem rhapsodischen Gestus eine meditative Versenkung. Einen Kontrast von vertrackter Heiterkeit setzt Vezza, Limerick für Cello und Sprechstimme; „Vezza“ ist, wie der englische Heft-Text erklärt, die deutsche Aussprache des englischen „weather“. Beide Stücke spielt Waterhouse selbst.

In Contraventings Op. 46a durchmisst die Klarinette, frei von strengem Takt und tonalen Bindungen, grenzenlose Klangräume; im dreisätzigen bow n’ blow duo tritt sie mit dem Cello in einen Dialog schmelzender Klangfarben, kontrapunktischer Verschränkungen und Spiegelungen. Le Charmeur de Serpents Op. 39, für Agnès Marc geschrieben, lässt die Spielerin zwischen Alt- und Sopraninoblockflöte wechseln und beide phasenweise sogar gleichzeitig polyphon spielen, eine Schlangenbeschwörung in ganz unkonventionellem Sinn. Das Praeludium Op. 32 von 1992 entfaltet eine toccatenhafte Motorik mit komplizierten Akkordschichtungen und Vorhalten, in deren explosiver Rasanz bei aller Schärfe der Dissonanzen eine Traditionslinie über Liszt bis zu Bach durchklingt.

Am raffiniertesten gearbeitet sind, so Krieger, die Gestural Variations Op. 43a, Charaktervariationen, in denen sich der Gestus vom Schroffen zum Gravitätischen, vom Atemlosen zum Nachdenklichen, vom Bedrohlichen zum überschwänglich Sprudelnden wandelt, während das motivische Material im polyphonen Wechselspiel immer neue Umformungen durchläuft. Waterhouse schrieb sie für den Fagottisten Henry Skolnick, den Oboisten John Dee und den Pianisten Jose Lopez, die sie 1997 in Chicago uraufführten, und arbeitete sie 1998 für Klarinette, Violoncello und Klavier um. Für dieselbe Besetzung ist die Toccatina Precipitando komponiert, die Gegenrhythmen über einen Ostinatobass im 7/8-Takt legt.

Mit Waterhouse spielen Markus Schön (Klarinette), der regelmäßig als Soloklarinettist bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Scottish Chamber Orchestra tätig ist, Michael Wendeberg (Klavier), seit September 2000 Mitglied des Ensemble InterContemporain, und Agnès Marc (Blockflöten), die an der Ludwig-Maximilians-Universität München Blockflöte und Kammermusik unterrichtet. Die Aufnahmen entstanden im Juli 2000 und im Februar 2001 im Erholungshaus der Bayer AG in Leverkusen.

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