Isang Yun

Komponist / Autor

Am 17. September 1917 bei Tongyeong an der Südostküste Koreas geboren, am 3. November 1995 in Berlin gestorben; Isang Yun war koreanisch-deutscher Komponist, dessen Musik ostasiatische Klangvorstellungen mit Techniken der europäischen Avantgarde verbindet. Nach Studien in Korea und Japan setzte er seine Ausbildung von 1956 bis 1959 in Paris und Berlin fort, unter anderem bei Josef Rufer. 1965 folgte das Oratorium „Om mani padme hum“, 1966 mit „Réak“ bei den Donaueschinger Musiktagen der internationale Durchbruch. 1967 wurde er vom südkoreanischen Geheimdienst aus West-Berlin entführt, gefoltert und zum Tode verurteilt; nach internationalen Protesten kam er 1969 frei. Er unterrichtete ab 1969 in Hannover und von 1970 bis 1985 an der Hochschule der Künste Berlin, ab 1977 als ordentlicher Professor. Sein Werk umfasst über hundert Kompositionen, darunter vier Opern, fünf Sinfonien und mehrere Instrumentalkonzerte. Die vierteilige Cybele-Produktion Isang Yun und das Cello (2019) stellt seine Cellowerke neben Aufnahmen seiner eigenen Stimme.

Aufnahmen bei Cybele