Karl Amadeus Hartmann wurde am 2. August 1905 in München geboren und starb dort am 5. Dezember 1963. Nach einer Lehrerausbildung von 1919 bis 1922 studierte er von 1924 bis 1931 an der Staatlichen Akademie der Tonkunst München. Ab etwa 1929 arbeitete er mit Hermann Scherchen zusammen; 1942 nahm er privaten Unterricht bei Anton Webern. 1934 heiratete er Elisabeth Reußmann, 1935 wurde der Sohn Richard geboren. In der NS-Zeit entstanden „Miserae“, das spätere „Concerto funebre“ und die Oper „Simplicius Simplicissimus“; seine Partituren vergrub er in einer Zinkkiste, und er versteckte sich im Keller seiner Schwiegereltern. Nach 1945 wirkte er als Musikdramaturg an der Bayerischen Staatsoper und begründete 1945 die Konzertreihe „musica viva“. Sein Werk umfasst acht Symphonien; 1954 erhielt er die Schönberg-Medaille. Seine frühere Wohnung an der Münchner Franz-Joseph-Straße ist heute Sitz des Karl Amadeus Hartmann Zentrums.
Karl Amadeus Hartmann
Komponist / Musikdramaturg
