Peter-Jan Wagemans

Komponist / Elektronik

* 1952 in Den Haag; Peter-Jan Wagemans studierte Orgel, Komposition und Musiktheorie am Koninklijk Conservatorium Den Haag und einige Zeit bei Klaus Huber in Freiburg; er ist Mitbegründer der Rotterdamer Schule. Seit 1984 unterrichtet er Komposition am Rotterdams Conservatorium (Codarts). Seine Musik wurde unter anderem in Donaueschingen („Musik II“ unter Ernest Bour) sowie bei Festivals in Royan, Warschau, Venedig, Klagenfurt und Prag gespielt. Das Koninklijk Concertgebouworkest führte die Auftragskomposition „Die Stadt und der Engel“ unter Riccardo Chailly und „Moloch“ unter Mariss Jansons auf; seine 7. Sinfonie brachte das Residentie Orkest unter Reinbert de Leeuw zur Uraufführung. Für die Pianistin Tomoko Mukaijama schrieb er den Klavierzyklus „The Landscape“. 1998 erhielt er den Matthijs-Vermeulen-Preis. Drei Alben verbinden ihn mit Cybele, alle als Werkporträts angelegt. Den Anfang machte 2001 Portrait Peter-Jan Wagemans mit dem DoelenKwartet, Richard Jansen (Schlagzeug) und Paul Hermsen (Klavier). Zwei Jahrzehnte später folgten Night Dancer (2022) mit dem DoelenEnsemble unter Arie van Beek, das „Frozen Ritual“, „The Long Road“, „Night Dancer“ und „Figures In A Landscape“ zusammenfasst, und Cycles (2023) mit Matthijs van Wijhe und Friso van Wijck für Klavier, Schlagzeug, Elektronik und Zuspielung; an beiden Aufnahmen wirkte der Komponist selbst mit.