1925 in Montbrison geboren, 2016 in Baden-Baden gestorben; Pierre Boulez war Komponist, Dirigent, Musiktheoretiker und Pädagoge. Er studierte am Pariser Konservatorium unter anderem bei Olivier Messiaen und bei René Leibowitz. Zu seinen Klavierwerken gehören die „Douze Notations“ (1945), die drei Klaviersonaten (1946, 1948, 1955–1957/1963), „Incises“ (1994/2001) und „Une page d’éphéméride“ (2005). Er gründete 1954 die Konzertreihe „Domaine musical“, 1977 das Forschungsinstitut IRCAM in Paris und das Ensemble intercontemporain. Als Dirigent war er von 1971 bis 1975 Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra und von 1971 bis 1977 Leiter des New York Philharmonic Orchestra; 1976 dirigierte er in Bayreuth eine Neuinszenierung von Wagners „Ring des Nibelungen“. Er erhielt den Polar Music Prize und über zwanzig Grammy Awards. Das Cybele-Album Pierre Boulez und das Klavier (2012) verbindet seine Klavierwerke mit einem Gespräch, das Mirjam Wiesemann 2011 in seinem Büro im IRCAM aufnahm.
Pierre Boulez
Komponist / Dirigent
