Roberto Doati wurde 1953 in Genua geboren und ist Komponist und Forscher für elektronische Musik. Nach frühen Erfahrungen mit freier Improvisation und Tonbandmusik studierte er elektronische Musik bei Albert Mayr in Florenz, Computermusik bei Pietro Grossi in Pisa sowie bei Alvise Vidolin und schloss 1979 am Konservatorium Venedig ab; ab 1979 arbeitete er am Centro di Sonologia Computazionale der Universität Padua. Seine Werke verbinden instrumentale, elektroakustische, interaktive und audiovisuelle Verfahren und entstanden teils im Auftrag der Biennale di Venezia. Er erhielt 1992 eine Anerkennung beim Prix Ars Electronica, 2014 den Premio Franco Abbiati sowie Stipendien der Rockefeller Foundation (2001) und der MacDowell Colony (2005). Er lehrte an der Universität Macerata (1988–1993) und an mehreren italienischen Konservatorien, von 2005 bis 2017 in Genua; 2020 beendete er seine Hochschullaufbahn am Conservatorio Giuseppe Nicolini in Piacenza. Auf dem Cybele-Album DEGEM Vol. 7 – kontinuum … bruchlos (2003) ist er als Komponist und Interpret vertreten.
Roberto Doati
Komponist / Elektronische Musik / Musikforscher
