Simon Laks

Komponist

Am 1. November 1901 in Warschau geboren, am 11. Dezember 1983 in Paris gestorben; Simon Laks war polnisch-französischer Komponist. Er studierte zunächst Mathematik in Wilna, ab 1921 Harmonielehre, Kontrapunkt und Komposition am Warschauer Konservatorium und von 1927 bis 1929 am Pariser Conservatoire bei Pierre Vidal und Henri Rabaud. In Paris verdiente er seinen Unterhalt als Geiger in Cafés und auf einem Ozeandampfer, begleitete Stummfilme und gab Musikunterricht; er wirkte in der Vereinigung junger polnischer Musiker mit. 1941 wurde er verhaftet und im Lager Pithiviers interniert, im Juli 1942 nach Auschwitz II-Birkenau deportiert, wo er im Lagerorchester spielte und später als Arrangeur und Dirigent überlebte; im Oktober 1944 wurde er nach Dachau verlegt. Nach der Befreiung im Frühjahr 1945 kehrte er nach Paris zurück und veröffentlichte 1948 seine Erinnerungen unter dem Titel „Musiques d’un autre monde“. Sein Werk umfasst Kammermusik, Lieder, eine Oper und sinfonische Werke. Zwei Alben verbinden ihn mit Cybele, beide 2022: Simon Laks: Werke für Klavier mit Holger Groschopp und Simon Laks: Werke für Violoncello mit Adele Bitter, Mischa Meyer und Holger Groschopp.