Violeta Dinescu wurde am 13. Juli 1953 in Bukarest geboren und ist rumänisch-deutsche Komponistin, Pianistin und Hochschullehrerin. Sie studierte ab 1972 Komposition, Klavier und Pädagogik am Konservatorium Ciprian Porumbescu in Bukarest, Komposition bei Myriam Marbe, und schloss ihre Ausbildung 1978 mit Auszeichnung ab. Seit 1982 lebt und arbeitet sie in Deutschland; ab 1986 unterrichtete sie an Musikhochschulen in Heidelberg, Frankfurt und Bayreuth, von 1996 bis 2021 war sie Professorin für Angewandte Komposition an der Universität Oldenburg, wo sie das Komponisten-Colloquium und das Archiv für Osteuropäische Musik gründete. Zu ihren Werken gehören die Opern „Hunger und Durst“ (1985, nach Ionesco), „Der 35. Mai“ (1986, nach Erich Kästner) und „Eréndira“ (1992, nach Gabriel Garcia Marquez), das Ballett „Der Kreisel“ (1985) und Musik zum Stummfilm „Tabu“ (1988). 2010 erhielt sie den Johann-Vaillant-Kompositionspreis; seit 2017 ist sie Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Auf dem Cybele-Album without compression (1998) ist sie als Komponistin vertreten.
Violeta Dinescu
Komponistin
