Cybele 960301 2000

16bit 44.1kHz Stereo Elektroakustische Musik Neue Musik Elektroakustische Musik Zeitgenössische Musik 44:33

Zur Beschreibung

Feedback Studio Köln Vol. 1 – Johannes Fritsch: Flötenklang

Mitwirkende

Natalja PsenitsnikovaFlöte / Komponistin / Performerin

Komponist:in

Johannes Fritsch

Kurzbeschreibung

Der erste Band der Reihe Feedback Studio Köln ist Johannes Fritsch gewidmet. Die in Moskau geborene Flötistin Natalja Psenitsnikova spielt vier seiner Werke aus den Jahren 1981 bis 1994, drei davon mit Delaysystem, Tonband oder Playback: „Flute Klang“ für Altflöte mit Delaysystem, „Kyo-Mu“, ursprünglich für Shakuhachi und Tonband, hier in der Version für Altflöte, die Playbackversion von „Noël für drei Flöten“ und ein 1994 für sie komponiertes Stück für Altflöte und Tempelglocke. Aufgenommen wurde 1997/98 im Kölner Feedback Studio.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
44:33

Kanäle
Stereo

Aufnahme
1997/98, Feedback Studio, Köln

Begleitheft
Deutsch, 4 Seiten

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 960301
Erscheinungsjahr
2000
Genre
Elektroakustische Musik, Neue Musik
Epoche
Elektroakustische Musik, Zeitgenössische Musik
Besetzung
Elektroakustische Musik
Label
Cybele Records
GTIN
4068992503783
Booklet (Seiten)
4

Tracklisting

4 Titel · 44:33

  1. 01 Flute Klang (1981) für Altflöte mit Delaysystem Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpret:in: Natalja Psenitsnikova 9:25
  2. 02 Kyo-Mu (1982) für Shakuhachi und Tonband (Version für Altflöte) Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpret:in: Natalja Psenitsnikova 5:24
  3. 03 Noël für drei Flöten (1990) – Playbackversion Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpret:in: Natalja Psenitsnikova 19:44
  4. 04 VII ’94 für Altflöte und Tempelglocke Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpret:in: Natalja Psenitsnikova 10:00

Beschreibung

Johannes Fritsch, 1941 in Bensheim-Auerbach geboren, gehörte von 1964 bis 1970 dem Stockhausen-Ensemble an, leitete von 1971 bis 1984 das Seminar für Neue Musik an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt und lehrte ab 1984 Komposition an der Kölner Musikhochschule. Er gründete das Feedback Studio und den gleichnamigen Verlag, veranstaltete die Hinterhausmusiken und gab die Feedback Papers heraus. Die vier Flötenstücke dieser CD sind im Feedback Studio Verlag erschienen; aufgenommen wurden sie 1997/98 im Feedback Studio mit dem Tonmeister Wolfgang Ellers.

„Flute Klang“ (1981) für Altflöte mit Delaysystem wurde in Darmstadt von Robert Dick uraufgeführt. Ursprünglich sah Fritsch ein Vierspurtonbandgerät vor, das den Klang der Altflöte während der Aufführung dreifach verzögert; heute übernimmt ein programmierbares digitales Delaysystem diese Aufgabe. „Kyo-Mu“ (1982) für Shakuhachi und Tonband spielte Hitomi Endo bei der Uraufführung auf dem zweiten Weltmusik-Kongress in Vlotho; das Tonband ist eine Produktion des Feedback Studios. Außer mit der japanischen Bambusflöte, mit der das Stück in Europa und mehrfach in Japan erklang, lässt es sich auch mit Tenorblockflöte oder Altflöte aufführen. Der Komposition liegt ein Text von Hisamatsu Fuyo aus dem Jahr 1823 bei, der mit den Worten „kein Stück wird Atem, der Atem wird das leere Nichts“ endet.

„Noël für drei Flöten“ (1990) für große Flöte, Altflöte in G und Bassflöte entstand in der Weihnachtszeit 1990 und wurde 1991 in Köln mit Camilla Hoitenga uraufgeführt; die CD bringt die Playbackversion. Das Stück für Altflöte und Tempelglocke komponierte Fritsch im August 1994 in der Villa Massimo in Rom für Natalja Psenitsnikova, die es im selben Jahr in Berlin uraufführte. Die Flötistin absolvierte in Moskau die Zentrale Musikschule und das Tschaikowskij-Konservatorium, widmete sich der Barockmusik auf historischen Instrumenten ebenso wie zeitgenössischer Musik und Improvisation und machte sich auch als Vokalistin im experimentellen Bereich einen Namen. Für sie schrieben unter anderem Gia Kancheli, Bernhard Lang, Peter Ablinger, Klaus Lang und Sergej Nevskij.

Die CD eröffnet die Reihe, in der das Feedback Studio Köln seine eigene Geschichte dokumentiert: das unabhängige, private elektronische Studio, das Johannes Fritsch 1970 mit Rolf Gehlhaar und David Johnson gegründet hatte und das sich als Künstlerkooperative und alternatives Zentrum für Musik verstand. Die Aufnahmen entstanden 1997/98 im Studio selbst; die CD spielt 44:33, das Begleitheft umfasst vier Seiten.