Cybele 960306 2006

16bit 44.1kHz Stereo Elektroakustische Musik Neue Musik Elektroakustische Musik Zeitgenössische Musik 30:46

Zur Beschreibung

Feedback Studio Köln Vol. 6 – Michael von Biel: Cellomusiken 1970/71

Mitwirkende

Michael von BielKomponist / Violoncello

Komponist:in

Michael von Biel

Kurzbeschreibung

Im Sommer 1970 und im März 1971 spielte Michael von Biel im Feedback Studio Köln zwei eigene Stücke für Violoncello ein: „Deutsche Landschaften“ vom August 1970 und das „Cellokonzert“ (1971). Aus seinen größtenteils unveröffentlichten „Cellostücken“ von 1970 waren es die ersten, die er veröffentlichen wollte. Von Biel, Schüler Morton Feldmans, Fluxus-Künstler und später Student bei Joseph Beuys, verstand „Deutsche Landschaften“ nicht als Programmmusik, sondern „vielleicht“ als Konzeptkunst. Das Heft druckt ein Gespräch ab, das die Feedback Papers während der Produktion im Februar 1971 mit ihm führten.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
78:47

Kanäle
Stereo

Aufnahme
Sommer 1970 (Deutsche Landschaften) und 4./5. März 1971 (Cellokonzert), Feedback Studio, Köln

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 16 Seiten, Digipak

Gefördert von der Kunststiftung NRW

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 960306
Erscheinungsjahr
2006
Genre
Elektroakustische Musik, Neue Musik
Epoche
Elektroakustische Musik, Zeitgenössische Musik
Besetzung
Elektroakustische Musik, Live-Konzert
Label
Cybele Records
Barcode
809548010324
GTIN
4068992495224
Booklet (Seiten)
16

Tracklisting

2 Titel · 30:46

  1. 01 Deutsche Landschaften (1970) Komponist:in: Michael von Biel (* 1937) Interpret:in: Michael von Biel 16:46
  2. 02 Cellokonzert (1971) Komponist:in: Michael von Biel (* 1937) Interpret:in: Michael von Biel 14:00

Beschreibung

Michael von Biel, 1937 in Hamburg geboren, begann 1956 sein Musikstudium in Toronto, Wien und New York, wo er bei Morton Feldman lernte und mit John Cage in Kontakt kam, hielt sich in London auf, wo er Cornelius Cardew begegnete, und besuchte 1961 bis 1963 die Darmstädter Ferienkurse. Er gehörte zur Fluxus-Bewegung, spielte im Atelier von Mary Bauermeister, realisierte 1964 im Auftrag des WDR im elektronischen Studio „Fassung“ und studierte 1968/69 bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie. 1970 hatte er seine erste Einzelausstellung, suchte den Kontakt zu Musikern der Gruppe CAN und nahm im Feedback Studio seine Cellomusiken auf; 1977 war er an der documenta VI beteiligt. Die Werkauswahl der CD lag bei Johannes Fritsch und dem Feedback Studio Verlag, der von Biels Kompositionen verlegt.

Das Gespräch im Begleitheft fand am 28. Februar 1971 im Feedback Studio statt, während man auf das Cello wartete. Von Biel spricht über verlorene Stücke und die verwirrende Zählung seiner Quartette, über rund zweihundert Zeichnungen, von denen er dreißig veröffentlicht habe, und über den Weg von als Kind gezeichneten Stadtplänen und Landkarten zur Landschaft. „Deutsche Landschaften“ sei keine Programmmusik, sondern „Konzeptkunst vielleicht“, eine ästhetische Vorstellung, wie sie hinter der Zeichnung einer Landschaft am Bodensee stehen könnte: Die Musik sei ein gedankliches, die Zeichnung ein ausgeführtes Konzept. Einen Fortschritt in der Musik gebe es nicht; für ihn persönlich wäre es einer, von der Musik wegzukommen.

„Deutsche Landschaften“ (1970) nahm Rolf Dammers im Sommer 1970 auf. Die erste Aufnahme des „Cellokonzerts“ (1971) am 28. Februar gelang nicht; gültig wurde erst die nächste, in der Nacht vom 4. zum 5. März 1971 von Johannes Fritsch aufgenommen. Dass ein Stück in zwei Aufführungen gleich klingt, schloss von Biel aus: Spiele er ein Stück vom 7. Februar erneut, werde er manches ändern, denn es sei nicht mehr die Gegenwart jenes Tages. Er lasse sich vom Moment der Aufführung stark beeinflussen und mache sich nie so viele Regeln, dass er nicht von Dingen profitieren könne, die von außen kommen.

Die Aufnahmen entstanden im Feedback Studio in Köln, dem unabhängigen, privaten elektronischen Studio, das Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar und David Johnson 1970 gegründet hatten. Die CD spielt 78:47; das Begleitheft umfasst 16 Seiten in Deutsch und Englisch, die Produktion wurde von der Kunststiftung NRW gefördert. Von Biels Kompositionen verlegt bis heute der Feedback Studio Verlag, der auch die Werkauswahl dieser Folge mitbestimmte.