Cybele 960307 2006

16bit 44.1kHz Stereo Elektroakustische Musik Neue Musik Elektroakustische Musik Zeitgenössische Musik 45:22

Zur Beschreibung

Feedback Studio Köln Vol. 7 – Johannes Fritsch: 3 Trios

Mitwirkende

Verschiedene Interpreten

Komponist:in

Johannes Fritsch

Kurzbeschreibung

Der siebte Band der Reihe Feedback Studio Köln vereint drei Trios von Johannes Fritsch aus den Jahren 1974 bis 1996, in denen die Ringmodulation der verstärkten Instrumente den Klang prägt. „Hochtöner“ (1974) spielen die Musiker des Feedback Studios selbst, David Johnson, Fritsch und Rolf Gehlhaar; im „Trio 1977“ für Viola, Posaune und Klavier mit Ringmodulator sind Jon English und Kevin Volans Fritschs Partner. „RM ’96“ hat das Wolpe-Trio mit Lesley Olson, Scott Roller und Susanne Achilles 1996 im Konzert zum 25-jährigen Bestehen des Feedback Studios uraufgeführt; die Aufnahme stammt von diesem Abend.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
45:24

Kanäle
Stereo

Aufnahme
30. September 1996, Musikhochschule Köln (RM ’96); 1977, Feedback Studio, Köln (Trio 1977); 1975, Feedback Studio, Köln (Hochtöner)

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 12 Seiten, Digipak

Gefördert von der Kunststiftung NRW

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 960307
Erscheinungsjahr
2006
Genre
Elektroakustische Musik, Neue Musik
Epoche
Elektroakustische Musik, Zeitgenössische Musik
Besetzung
Elektroakustische Musik, Kammermusik
Label
Cybele Records
Barcode
809548010423
GTIN
4068992495248
Booklet (Seiten)
12

Tracklisting

3 Titel · 45:22

  1. 01 RM ’96 (1996) Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpret:in: Wolpe-Trio 12:17
  2. 02 Trio 1977 (1977) Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpreten: Johannes Fritsch, Jon English, Kevin Volans 14:46
  3. 03 Hochtöner (1974) Komponist:in: Johannes Fritsch (1941-2010) Interpreten: David Johnson, Johannes Fritsch, Rolf Gehlhaar 18:19

Beschreibung

Johannes Fritsch, 1941 in Bensheim-Auerbach geboren, studierte in Köln unter anderem Viola und Komposition bei Bernd Alois Zimmermann, war von 1964 bis 1970 Mitglied des Stockhausen-Ensembles und gründete 1970 mit David Johnson und Rolf Gehlhaar das Feedback Studio, 1971 den Feedback Studio Verlag. Er veranstaltete die Hinterhausmusiken und die Weltmusik-Kongresse in Vlotho, gab die Feedback Papers und die CD-Reihe des Feedback Studios heraus, leitete von 1971 bis 1984 die Kompositionsklasse und das Seminar für Neue Musik an der Darmstädter Akademie für Tonkunst und war ab 1984 Professor für Komposition an der Kölner Musikhochschule. Die Werkauswahl für diese CD traf er selbst.

„Hochtöner“ (1974) wurde im Mai 1974 beim Festival Pro Musica Nova in Bremen uraufgeführt; die Besetzung mit den drei Musikern des Studios und die Live-Elektronik machen das Stück, so das Heft, zu einem typischen Beispiel der Arbeit des Feedback Studios in den siebziger Jahren. Obertönige Klänge wie Naturflageoletts und Whistle-Tones der Flöte stehen neben „Untertönen“, die ein von David Johnson gebauter Frequenzteiler aus einem hoch liegenden Grundton hörbar macht; die Ringmodulation zwischen Flöte und Viola liefert Summen- und Differenztöne. Hinzu kommen Selbstzitate, Zitate und Anklänge an die Musikgeschichte und an außereuropäische Musik. Da alle Instrumente verstärkt werden und sich mit Tonband und Synthesizer mischen, ist oft nicht zu erkennen, was live erklingt; die Figuren erscheinen wie im Traum als Fragmente in einem weiten, sich verwandelnden Klangraum. Die Aufnahme entstand 1975 im Feedback Studio.

Das „Trio 1977“ schrieb Fritsch im September 1977 in Alpbach in Tirol; noch im selben Jahr wurde es mit Jon English und Kevin Volans in Darmstadt uraufgeführt und danach auf Tourneen des Feedback Studios mehrfach gespielt. Über Mikrofone werden die Klänge von Viola und Posaune im VCS 3-Synthesizer miteinander ringmoduliert und dem Originalklang beigemischt; wenige charakteristische Gestalten verschränken sich mit einfachen, liedhaften Melodien. Die Aufnahme entstand 1977 im Feedback Studio. „RM ’96“ spielte das Wolpe-Trio am 30. September 1996 im Jubiläumskonzert des Feedback Studios in der Kölner Musikhochschule zum ersten Mal. Auch hier bestimmt die Ringmodulation, von Flöte und Cello, die Harmonik ruhiger, vielfach wiederholter und variierter melodischer Fragmente, die wie im „Trio 1977“ von wenigen expressiven Klanggestalten unterbrochen werden.

Die drei Trios umspannen zweiundzwanzig Jahre und zeigen dieselbe Arbeitsweise in drei Stadien: verstärkte Instrumente, Ringmodulation und eine Elektronik, die nicht als Effekt, sondern als Instrument mitspielt. Die CD spielt 45:24; das Begleitheft umfasst zwölf Seiten in Deutsch und Englisch, die Produktion wurde von der Kunststiftung NRW gefördert.