* 20. März 1918 in Bliesheim bei Köln, gestorben am 10. August 1970; war Komponist; besuchte ab 1929 das Internat Kloster Steinfeld und legte 1937 an einem katholischen Gymnasium in Köln das Abitur ab, nachdem die Privatschulen 1936 geschlossen worden waren. Ab dem Wintersemester 1938/39 studierte er Schulmusik an der Hochschule für Musik Köln bei Heinrich Lemacher, ab 1943 im Wahlfach Komposition; 1940 wurde er zur Wehrmacht einberufen und 1942 wegen einer schweren Hautkrankheit entlassen; das durch Kriegsende verzögerte Studium schloss er 1947 ab. Ab 1946 arbeitete er als freier Komponist, überwiegend für den Rundfunk; ab 1949 nahm er an den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik teil, unter anderem bei René Leibowitz und Wolfgang Fortner. 1957 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom und übernahm eine Professur für Komposition sowie Film- und Rundfunkmusik in Köln; 1965 wurde er Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Sein Werk umfasst Orchesterwerke, Ballettmusik und Solokonzerte, die Oper „Die Soldaten“ (1958–1965), Vokalwerke, Kammermusik, Sololiteratur und elektronische Musik. Im Cybele-Katalog ist seine Musik auf drei Alben vertreten. 2008 erschien „Requiem für einen jungen Dichter“ (1967/69) im Mitschnitt vom 23. Juni 2005 aus dem Concertgebouw Haarlem, mit Claudia Barainsky, David Pittman-Jennings, den Sprechern Michael Rotschopf und Lutz Lansemann, drei Chören und dem Holland Symfonia unter Bernhard Kontarsky. Das Gesprächsalbum Bernd Alois Zimmermann und das symphonische Spätwerk (2017) aus der Reihe Edition Künstler im Gespräch stellt Aufnahmen des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR unter Bernhard Kontarsky neben historische Tonaufnahmen mit Zimmermanns eigener Stimme. Auf Campanula (1995) spielt Michael Denhoff Musik Zimmermanns neben Werken von Johann Sebastian Bach, György Kurtag, Volker Blumenthaler und eigenen Stücken.
Bernd Alois Zimmermann
Komponist


