Scott Roller

Violoncello

* 1959 in den USA, gestorben 2024; war Cellist, Komponist und Improvisator; Mitbegründer des Ensemble SurPlus Freiburg; 2005 gründete er den Verein Open Music, der der Vermittlung musikalischer Improvisation dient; freischaffender Cellist in zeitgenössischer Musik, Improvisation und Crossover-Formaten; er suchte Verbindungen zwischen Musik und anderen Kunstformen, besonders Tanz, bildender Kunst, Theater und Literatur. Roller wuchs in Illinois auf und studierte drei Jahre lang Violoncello und Komposition an der University of Texas in Austin; ein Stipendium führte ihn mit zwanzig Jahren nach Paris zu Kursen am IRCAM, den Bachelor schloss er an der North Texas State University in Denton ab. Von 1981 bis 1983 gehörte er dem improvisierenden Quartett BL Lacerta an, das eine Residenz von Chamber Music America in Dallas erhielt und mit John Cage und Pauline Oliveros arbeitete. Als Cellist spielte er im Wolpe-Trio mit Lesley Olson (Altflöte) und Susanne Achilles (Klavier). Zu seinen Kompositionen gehören „For Richard Serra“ (1999), angeregt von den Eisenplastiken dieses Bildhauers, und das Duo für Geige und Violoncello „Serraval“ (1999/2000), das unter dem Untertitel „Six Poems“ sechs Miniaturen zusammenfasst. Der 2005 mitgegründete Verein Open Music in Stuttgart wird seit 2012 von der Stadt gefördert. Bei Cybele Records ist er als Cellist auf den Alben Harmonies and Counterpoints between Germany and America (1999), Farben der Stille (2003) und Feedback Studio Köln Vol. 7 – Johannes Fritsch: 3 Trios (2006) zu hören.