Cybele 001404-2 2017

DSD Stereo Surround Klassik Barockmusik 1:16:41

Zur Beschreibung

Mallorca Edition Historische Orgeln (Vol. 2)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Domenico Scarlatti

Kurzbeschreibung

Von Domenico Scarlatti sind mehr als 500 Sonaten überliefert, die meisten für Cembalo geschrieben. Für den zweiten Band der Mallorca Edition Historische Orgeln hat Martin Schmeding 25 davon ausgewählt, die sich für die Orgel eignen: Fugen wie die als „Katzenfuge“ bekannte Sonata K. 30 in g, zwei Sonaten mit originalen Angaben zu Manualen und Registern, Stücke im Fanfarenstil, Vogelstimmen, eine Pastorale und virtuose Sonaten voller Läufe und Handkreuzungen. Er spielt sie an der großen Jordi-Bosch-Orgel von 1762 in Sant Andreu in Santanyi, deren Trompeteria und Flautas dobles manchen dieser Sätze ihre Farbe geben.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
76:44

Kanäle
Stereo, 5.0 Surround

Orgel
Große Jordi-Bosch-Orgel (1762; 2 Manuale und Pedal), Sant Andreu, Santanyi (Mallorca)

Aufnahme
April 2011, Sant Andreu, Santanyi (Mallorca)

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 96 Seiten, Digipak

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Mit freundlicher Unterstützung von Orgelbau Gerhard Grenzing

Auszeichnungen

Preis der deutschen Schallplattenkritik — Bestenliste 3/2017

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung 2017, Best Collection

MusicWeb International — Recording of the Month

Diapason — 5 Diapason of the Month

klassik.com — Empfohlen von klassik.com

Pressestimmen

Angaben

Katalognummer
Cybele 001404-2
Erscheinungsjahr
2017
Genre
Klassik
Epoche
Barockmusik
Besetzung
Orgel, Soloinstrument
Label
Cybele Records
Barcode
809548015022
GTIN
4099885249181
Booklet (Seiten)
96

Tracklisting

25 Titel · 1:16:41

  1. 01 Sonata K. 159 in C (B) Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:39
  2. 02 Sonata K. 1 in d – Allegro Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:55
  3. 03 Sonata K. 32 in d – Aria Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 1:14
  4. 04 Sonata K. 33 in D Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:16
  5. 05 Sonata K. 93 in g – Fuga Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 4:17
  6. 06 Sonata K. 274 in F – Andante Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:43
  7. 07 Sonata K. 2 in G – Presto Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:10
  8. 08 Sonata K. 287 in C „Per Organo da camera con due Tastatura Flautato è Trombone“ – Andante Allegro Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:36
  9. 09 Sonata K. 288 in C – Allegro Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:02
  10. 10 Sonata K. 61 in a Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:40
  11. 11 Sonata K. 30 in g – Fuga. Moderato Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 4:42
  12. 12 Sonata K. 82 in F Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:03
  13. 13 Sonata K. 380 in D (E) – Andante comodo Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:00
  14. 14 Sonata K. 328 in G – Andante comodo Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:12
  15. 15 Sonata K. 12 in g – Presto Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:10
  16. 16 Sonata K. 417 in d – Fuga. Allegro moderato Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 5:28
  17. 17 Sonata K. 52 in d – Andante moderato Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 4:53
  18. 18 Sonata K. 31 in g – Allegro, Andante, Allegro Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:53
  19. 19 Sonata K. 255 in C – Allegro Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:49
  20. 20 Sonata K. 473 in B – Allegro molto Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:36
  21. 21 Sonata K. 58 in c – Fuga Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:18
  22. 22 Sonata K. 330 in C – Allegro Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:10
  23. 23 Sonata K. 513 in C – Pastorale. Moderato, Molto allegro, Presto Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:10
  24. 24 Sonata K. 377 in h – Allegrissimo Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 2:32
  25. 25 Sonata K. 517 in d – Prestissimo Komponist:in: Domenico Scarlatti (1685-1757) Interpret:in: Martin Schmeding 3:13

Beschreibung

Im Frühjahr 1708 trafen sich im Palazzo des Kardinals Pietro Ottoboni in Rom zwei 23-jährige Musiker zum Wettstreit, Georg Friedrich Händel und Domenico Scarlatti; an der Orgel soll Scarlatti selbst Händel den Vorrang zuerkannt haben. Der Sohn Alessandro Scarlattis, schon als Opernkomponist, Hoforganist und Kapellmeister in Neapel, Venedig und Rom hervorgetreten, wurde 1714 Kapellmeister am Petersdom. 1719 ging er an den Hof von Lissabon, wo er vor allem die Prinzessin Maria Barbara unterrichtete, in deren Gefolge er bis zu seinem Tod 1757 blieb. Nach ihrer Heirat mit dem spanischen Kronprinzen Ferdinand VI. 1729 konzentrierte er sich auf Unterricht und Komposition für Cembalo, zunächst in Sevilla, ab 1733 in Madrid.

In seinen mehr als 500 überlieferten Sonaten verbindet Scarlatti spieltechnische Raffinesse mit Experimentierlust in Harmonik, Rhythmus und Melodik. Die spanische Volksmusik diente ihm nicht als bloßes Kolorit, sondern ging in die Substanz seiner Werke ein; damit entfernte er sich von der konservativ-polyphonen Ästhetik der spanischen Barockkomponisten. Nach Charles Burney (1773) hielt Scarlatti es für nahezu die einzige Regel eines Mannes von Genie, dem Gehör nicht zu missfallen.

Da sich die Fugenform besonders für die Orgel eignet, enthält dieser Band mehrere Fugen. Die Sonata K. 30 in g aus den 1738 in London gedruckten „Essercizii“ trägt den Beinamen „Katzenfuge“: Die Töne ihres Themas klingen im einstimmigen Beginn wie eine atonale Folge, als spränge eine Katze über die Tasten, obwohl sie sich alle leittönig auf die Grundharmonie beziehen lassen. Die Sonata K. 58 in c lebt von der absteigenden Chromatik ihres Themas; in der weit ausladenden Sonata K. 417 in d führt ein durchgehender Achtelkontrapunkt zu einer Schlussstretta, in der alter Fugenstil und moderner Figurationsstil zusammenfinden. Konservativer ist die Sonata K. 93 in g angelegt, deren langer Schlussorgelpunkt auf die Orgel weist.

Einige Sonaten tragen Spuren einer Bestimmung für die Orgel. Die Sonata K. 287 in C „Per Organo da camera con due Tastatura Flautato è Trombone“ und die Sonata K. 288 in C enthalten originale Angaben zu den zwei Manualen, zur Registrierung und, mit Pfeilen, zum Manualwechsel; in der Sonata K. 328 in G sind Passagen mit Organo und Flauto bezeichnet. Sonaten im Fanfarenstil wie die Sonata K. 159 in C (B) lassen sich auf die Trompeteria übertragen, und die dissonanten Überbindungen der Sonata K. 52 in d erklingen mit den Flautas dobles, zwei schwebend zueinander gestimmten Flötenregistern.

Die Orgel von Sant Andreu, auf der Schmeding im April 2011 spielte, hat zwei Manuale, Organo Mayor und Cadireta, mit geteilten Registern für Bass und Diskant sowie ein Pedal mit acht Tönen. Gerhard Grenzing beschreibt im Begleitheft, wie Jordi Bosch mit ihr die Tradition der Insel verließ, deren Orgeln noch den Geist der Renaissance spiegelten: Er baute eine Mixtur von 22 bis 25 Reihen, die mit 1128 der 2472 Pfeifen als größte der Welt gilt, eine prachtvolle Trompeteria, eine hölzerne Posaune 16’, breite Schlitze zum Stimmen der Pfeifen und einen doppelten Windkasten. Diapason zeichnete die Edition mit „5 Diapason“ aus, klassik.com empfahl sie.

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