Cybele 3D-051501 2015

3D-Binaural-Stereo DSD Stereo Surround Klassik Romantische Musik 1:21:40

Zur Beschreibung

Max Reger Edition. Sämtliche Orgelwerke (Vol. 1)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Max Reger

Kurzbeschreibung

Mit diesem ersten Band beginnt Martin Schmedings Gesamteinspielung der Orgelwerke Max Regers auf historischen Orgeln aus Regers Zeit. Er vereint vier Werke der Jahre 1899 bis 1901: die Fantasie und Fuge über B-A-C-H Op. 46, Regers monumentale Huldigung an Johann Sebastian Bach, die Introduction und Passacaglia in d-Moll WoO IV/6, die von Dantes „Inferno“ angeregte Symphonische Fantasie und Fuge Op. 57 und die Zweite Sonate in d-Moll Op. 60, deren Mittelsatz in den Choral „Vom Himmel hoch“ mündet. Schmeding spielt die große Wilhelm-Sauer-Orgel (1894/1905) im St. Petri Dom Bremen.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
81:30

Kanäle
Stereo, 5.0 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Orgel
Wilhelm-Sauer-Orgel op. 951 (1894/1905; 4 Manuale), St. Petri Dom Bremen

Aufnahme
22.–25. März 2014, St. Petri Dom Bremen

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 60 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Mit freundlicher Unterstützung des Max-Reger-Instituts / Elsa-Reger-Stiftung

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung

Diapason — 5 Diapason of the Month

opushd.net — Opus d’Or Award, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

MusicWeb International — Recording of the Month, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

Diapason — 5 Diapason, März 2017 (Box Max Reger Edition)

DIE ZEIT — Die besten Alben des Jahres 2016 (Box Max Reger Edition)

Preis der deutschen Schallplattenkritik — Longlist 2/2015

Pressestimmen

MusicWeb-International.com, 4/2015

Thüringen Kulturspiegel, 4/2015

Orgelnieuws.nl, 6/2015

Diapason, 10/2015

klassik.com, 11/2015

musikForum, 4/2016

organ – Journal für die Orgel, 4/2016

Musik & Theater, 5/2016

Leipziger Volkszeitung, 9/2016

Südwest Presse, 9/2016

American Record Guide, 9/2016

MusicWeb-International.com, 10/2016

Audiophile Audition, 10/2016

Opus Haute Définition, 10/2016

Early Music Reviews (Andrew Benson-Wilson), 11/2016

Der Spiegel, 11/2016

Thüringen Kulturspiegel, 12/2016

MusicWeb-International.com, 1/2017

Classic Voice, 2/2017

Gramophone, 3/2017

Fanfare, 3/2017

Diapason, 3/2017

musica sacra, 3/2017

Orgelnieuws.nl, 6/2017

Gewandhaus-Magazin, Nr. 93

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-051501
Erscheinungsjahr
2015
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Orgel
Label
Cybele Records
Barcode
809548015527
GTIN
4099885249662
Booklet (Seiten)
60

Tracklisting

9 Titel · 1:21:40

  1. 01 Fantasie und Fuge über B-A-C-H Op. 46 (1900) – Fantasie (Grave) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 9:42
  2. 02 Fantasie und Fuge über B-A-C-H Op. 46 (1900) – Fuge (Sostenuto) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 11:23
  3. 03 Introduction und Passacaglia in d-Moll WoO IV/6 (1899) – Introduction (Grave) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 2:07
  4. 04 Introduction und Passacaglia in d-Moll WoO IV/6 (1899) – Passacaglia (Andante) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 7:26
  5. 05 Symphonische Fantasie und Fuge Op. 57 (1901) – Fantasie (Vivacissimo ed agitato assai e molto espressivo) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 12:58
  6. 06 Symphonische Fantasie und Fuge Op. 57 (1901) – Fuge (Allegro brillante e vivacissimo) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 12:29
  7. 07 Zweite Sonate in d-Moll Op. 60 (1901) – I. Improvisation (Allegro con brio, ma non troppo vivace) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 10:02
  8. 08 Zweite Sonate in d-Moll Op. 60 (1901) – II. Invocation (Grave con duolo, doch nicht schleppend) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 7:29
  9. 09 Zweite Sonate in d-Moll Op. 60 (1901) – III. Introduction und Fuge (Allegro assai. Allegro energico) Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 8:04

Beschreibung

Fast alle großen Orgelwerke, mit denen Max Reger das Bild eines monumental-symphonischen Orgelstils prägte, entstanden in seiner zweiten Weidener Zeit. Nach dem Studium bei Hugo Riemann in Wiesbaden und dem Militärdienst war er im Juni 1898 gesundheitlich angeschlagen in sein Elternhaus zurückgekehrt. Dort setzte er sich intensiv mit Literatur auseinander, mit Dantes „Göttlicher Komödie“ ebenso wie mit den lutherischen Chorälen; viele Orgelwerke dieser Jahre schrieb er, wie Martin Schmeding im Begleitheft ausführt, in kürzester Zeit nieder.

Die Fantasie und Fuge über B-A-C-H Op. 46 von 1900 ist Regers Huldigung an Johann Sebastian Bach, für ihn „Anfang und Ende aller Musik“. In der Fantasie ist die Tonfolge B-A-C-H stets präsent und Keimzelle sequenzartiger Steigerungen. Die Fuge beginnt ruhig und ausdrucksvoll, wechselt in einen freieren Teil über ein motorisches Achtelthema, in dem sich die strenge Fünfstimmigkeit auflöst, und führt mit dem B-A-C-H-Thema zum akkordischen Beginn der Fantasie zurück; die allmähliche Beschleunigung bezeichnete Reger hier erstmals mit Metronomzahlen. Josef Rheinberger, dem das Werk gewidmet ist, soll es für unspielbar gehalten haben.

Noch weiter ging Reger mit der Symphonischen Fantasie und Fuge Op. 57, die im April und Mai 1901 in nicht einmal zwei Wochen entstand. Dem Widmungsträger Gustav Beckmann nannte er Dantes „Inferno“ als Anregung, lehnte aber „Programme“ zu seinen Werken ab. Erstmals nennt er hier ein Orgelwerk „symphonisch“: Die Fantasie zerfällt in kurze Abschnitte wechselnder Stimmung mit abrupten Farbwechseln, die Fuge fügt burleskes Hauptthema, lyrisches Gegenthema, einen scherzoartigen Abschnitt und die Verbindung beider Themen zu einer „Symphonie im Kleinen“. Die Introduction und Passacaglia in d-Moll WoO IV/6 von 1899, heute eines seiner populärsten Orgelwerke, schrieb Reger dagegen ohne Honorar für ein Orgelalbum, das der Organist Ludwig Sauer zugunsten eines Orgelneubaus herausgab; die Passacaglia sollte jeder einigermaßen geübte Organist vom Blatt spielen können.

Nach der gemischten Aufnahme von Op. 57 suchte Reger, auch im Zuge seiner Übersiedlung nach München, eine klarere Schreibweise. Die Zweite Sonate in d-Moll Op. 60, am 17. Dezember 1901 vollendet und dem Kritiker Martin Krause gewidmet, setzt sich eng mit der klassischen Form auseinander. Hinter dem Titel Improvisation steht ein Sonatensatz, der die Verarbeitung seiner beiden Themen schon in die Exposition verlegt. Die Invocation führt von einer chromatischen, kantablen Solostimme über eine große Steigerung zum Choral „Vom Himmel hoch“; der Schlusssatz verbindet eine scherzoartige Introduction mit einer strengen Fuge. Uraufgeführt wurde die Sonate an Friedrich Ladegasts Orgel im Merseburger Dom.

Schmeding nahm die Werke vom 22. bis 25. März 2014 an der Wilhelm-Sauer-Orgel des St. Petri Doms in Bremen auf. Sauer errichtete sie 1894 mit drei Manualen und 63 Registern und erweiterte sie 1905 um ein viertes Manual auf 70 Register. Nach Umbauten bis 1939 und nach dem Zweiten Weltkrieg stellte Christian Scheffler bis 1996 die ursprüngliche Disposition wieder her, ergänzt um Erweiterungen im Sinne des Erbauers und einzelne Stimmen der späteren Umbauten. Mit diesem Band begann die Max Reger Edition, für die Schmeding bis 2016 historische Sauer- und Walcker-Orgeln in ganz Deutschland aufsuchte. Die Einspielung war für die International Classical Music Awards (ICMA) nominiert; die Zeitschrift Diapason vergab „5 Diapason“.

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