Cybele 3D-051514 2016

3D-Binaural-Stereo DSD Stereo Surround Klassik Romantische Musik 1:13:27

Zur Beschreibung

Max Reger Edition. Sämtliche Orgelwerke (Vol. 14)

Mitwirkende

Martin SchmedingOrgel

Komponist:in

Max Reger

Kurzbeschreibung

Der vierzehnte Band der Max Reger Edition steht unter dem Thema „Max Reger und das Sonatenproblem“: die Sonate in fis-Moll op. 33 von 1899, deren Titel Reger selbst nur als Kollektivtitel verstanden wissen wollte, und die ersten acht der zwölf Monologe op. 63 von 1902. Die Einspielung berücksichtigt auch die fünf weiteren Passacaglia-Variationen, die Reger nach der Uraufführung für Karl Straube schrieb und die nie in den Druck gelangten. Martin Schmeding – Wilhelm-Sauer-Orgel (1905), Dom zu Berlin.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
73:29

Kanäle
Stereo, 5.1 Surround, 3D-Binaural-Stereo

Orgel
Wilhelm-Sauer-Orgel (1905), Dom zu Berlin

Aufnahme
7.–9. Januar 2016, Dom zu Berlin

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 56 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Mit freundlicher Unterstützung des Max-Reger-Instituts / Elsa-Reger-Stiftung

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) — Nominierung

opushd.net — Opus d’Or Award, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

MusicWeb International — Recording of the Month, Oktober 2016 (Box Max Reger Edition)

Diapason — 5 Diapason, März 2017 (Box Max Reger Edition)

DIE ZEIT — Die besten Alben des Jahres 2016 (Box Max Reger Edition)

Pressestimmen

musikForum, 4/2016

organ – Journal für die Orgel, 4/2016

Leipziger Volkszeitung, 9/2016

Südwest Presse, 9/2016

American Record Guide, 9/2016

MusicWeb-International.com, 10/2016

Audiophile Audition, 10/2016

Opus Haute Définition, 10/2016

Early Music Reviews (Andrew Benson-Wilson), 11/2016

Der Spiegel, 11/2016

Thüringen Kulturspiegel, 12/2016

MusicWeb-International.com, 1/2017

Classic Voice, 2/2017

Gramophone, 3/2017

Fanfare, 3/2017

Diapason, 3/2017

musica sacra, 3/2017

Orgelnieuws.nl, 6/2017

Gewandhaus-Magazin, Nr. 93

Angaben

Katalognummer
Cybele 3D-051514
Erscheinungsjahr
2016
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Orgel
Label
Cybele Records
Barcode
809548016821
GTIN
4099885250231
Booklet (Seiten)
56

Tracklisting

11 Titel · 1:13:27

  1. 01 Sonate in fis-Moll für Orgel Op. 33 (1899) – I. Phantasie Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 4:36
  2. 02 Sonate in fis-Moll für Orgel Op. 33 (1899) – II. Intermezzo Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:39
  3. 03 Sonate in fis-Moll für Orgel Op. 33 (1899) – III. Passacaglia Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 13:08
  4. 04 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 1 (1902) – Nr. 1: Präludium Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 6:22
  5. 05 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 1 (1902) – Nr. 2: Fuge Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 7:06
  6. 06 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 1 (1902) – Nr. 3: Canzone Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:44
  7. 07 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 1 (1902) – Nr. 4: Capriccio Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:37
  8. 08 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 2 (1902) – Nr. 5: Introduction Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 3:56
  9. 09 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 2 (1902) – Nr. 6: Passacaglia Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 10:20
  10. 10 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 2 (1902) – Nr. 7: Ave Maria Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:50
  11. 11 Monologe („Zwölf Stücke“) für Orgel Op. 63, Heft 2 (1902) – Nr. 8: Fantasie Komponist:in: Max Reger (1873-1916) Interpret:in: Martin Schmeding 5:09

Beschreibung

Parallel zu den Choralphantasien wandte sich Reger zu Beginn seiner Weidener Jahre einer weiteren überlieferten Form zu: der Sonate. Die Schwierigkeit war ihm bewusst. Adalbert Lindner gegenüber nannte er die Übertragung der alten Klaviersonatenform auf die Orgel unmöglich, und seinem frühen Interpreten Arthur Egidi schrieb er: Erschrecken Sie nicht über den Titel „Sonate“; es ist keine Sonatenform. Der Titel ist hier nur Kollektivtitel. Wie Josef Rheinberger unterbricht Reger die Phantasie-Fugen-Anlage durch ein Intermezzo, das im Stil eines Liedes ohne Worte beginnt, sich in der Mitte zu gewaltigen Ausbrüchen steigert und zum Lied zurückkehrt; die Sätze sind motivisch verknüpft, das Seitenthema des Kopfsatzes kehrt als Bass dieses Ausbruchs wieder.

Den Schlusssatz bildet, wie schon in der ersten Suite in e-Moll op. 16, eine Passacaglia. Die Stichvorlage trägt den Vermerk Weiden, 3. März 1899; gewidmet ist die Sonate dem Liszt-Schüler Alexander Wilhelm Gottschalg. Ein Exemplar ging an Rheinberger, mit der Bitte um gütige Durchsicht dieses meines neuesten Verbrechens gegen Harmonie und Kontrapunkt. Dass das Werk schwer zugänglich sei, räumte Reger selbst ein: Das Werk ist sehr schwer richtig „genießbar“ zu machen. Nach der Uraufführung am 8. April 1899 komponierte er für Karl Straube fünf weitere Passacaglia-Variationen, die nicht in den Druck gelangten, die Form aber abrunden — diese Einspielung berücksichtigt sie.

Die Monologe, zwölf Stücke für Orgel op. 63 von 1902, entstanden in einer besonderen Zeit: Reger hatte Elsa von Bagenski nach langem Werben von einer Heirat überzeugt. Sie schrieb ihm, um seinen labilen Zustand wissend: Aber Max, werde ich denn wirklich und auf die Dauer die trüben Stimmungen aus Deiner Seele scheuchen können? Anders als die gleichzeitigen Sammlungen von Charakterstücken tragen diese zwölf Stücke einen gemeinsamen Titel — Abbilder seines bewegten inneren Lebens. Der Verlag warb mit der Behauptung, die Werke stellten an die Technik des Spielers keine Anforderungen; tatsächlich gehen sie in Länge, Anspruch und Komplexität weit darüber hinaus.

Vol. 14 versammelt die ersten beiden Hefte: Präludium, Fuge, Canzone und Capriccio, dann Introduction, Passacaglia, Ave Maria und Fantasie. Introduction und Passacaglia wurden von Spielern und Publikum begeistert aufgenommen; Karl Straube setzte sie auf das Programm eines seiner Antrittskonzerte in der Leipziger Thomaskirche. Über die Heidelberger Aufführung schrieb Fritz Stein: Ein Stück, dessen Wucht erschüttert, dessen tiefe Tragik Schrecken und Zittern erregt.

Aufgenommen wurde im Januar 2016 an der Wilhelm-Sauer-Orgel des Berliner Doms, einem Instrument aus Regers eigener Zeit. Die Gesamtedition wurde für die International Classical Music Awards nominiert.

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