Undine 51009812 1999

16bit 44.1kHz Stereo Klassik Mittelalterliche Musik 1:13:23

Zur Beschreibung

Orgelimprovisationen über Choralgesänge der Zisterzienser

Mitwirkende

Wolfgang SeifenOrgelSchola der Mönche der Abtei MarienstattSchola

Komponist:in

Gregorianik

Kurzbeschreibung

Am 26. April 1998 improvisierte Wolfgang Seifen in der Basilika der Zisterzienserabtei Marienstatt an der großen Rieger-Orgel über Choralgesänge der Zisterzienser; das Konzert gehörte zu den Marienstatter Abteikonzerten zum 900-jährigen Jubiläum des Ordens. Die Schola der Mönche singt jeweils die gregorianische Vorlage, die Orgel antwortet in den Stilen verschiedener Epochen: mit der Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“, der Phantasie und Fuge im deutsch-romantischen Stil über die Antiphon „Salve Regina“, den Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ und der viersätzigen Symphonie pour Grand-Orgue.

Details

Trägerformat
CD

Auflösung
PCM 44,1 kHz / 16 bit

Gesamtspielzeit
73:22

Kanäle
Stereo

Orgel
Rieger-Orgel (1969/70; vier Manuale und Spanisches Werk), Basilika der Zisterzienserabtei Marienstatt

Aufnahme
26. April 1998 (Konzertmitschnitt), Basilika der Zisterzienserabtei Marienstatt (Westerwald)

Begleitheft
Deutsch, 28 Seiten

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Angaben

Katalognummer
Undine 51009812
Erscheinungsjahr
1999
Genre
Klassik
Epoche
Mittelalterliche Musik
Besetzung
Live-Konzert, Orgel, Vokal- und Chormusik
Label
Undine
Barcode
4040961000301
GTIN
4068992503851
Booklet (Seiten)
28

Tracklisting

32 Titel · 1:13:23

  1. 01 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Plein jeu, Praeludium (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 2:49
  2. 02 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Bernardus Doctor inclytus (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:25
  3. 03 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Duo (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:37
  4. 04 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Rufum dorso per catulum (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:24
  5. 05 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Trio (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:46
  6. 06 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Arcana sacrae paginae (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:23
  7. 07 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Basse de trompette (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:37
  8. 08 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Detentos a daemonibus (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:24
  9. 09 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Récit de Nazard (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 2:22
  10. 10 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Summae Deus potentiae (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:24
  11. 11 Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ – Dialogue, Postludium (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 2:26
  12. 12 Antiphon „Salve Regina“ (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:42
  13. 13 Phantasie und Fuge im deutsch-romantischen Stil über die Antiphon „Salve Regina“ – Phantasie (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 10:57
  14. 14 Phantasie und Fuge im deutsch-romantischen Stil über die Antiphon „Salve Regina“ – Fuge (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 8:55
  15. 15 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – Stabat mater dolorosa (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:17
  16. 16 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:31
  17. 17 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – O quam tristis et afflicta (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:14
  18. 18 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:06
  19. 19 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – Quis est homo, qui non fleret (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:15
  20. 20 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:48
  21. 21 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – Pro peccatis suae gentis (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:15
  22. 22 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:32
  23. 23 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – Eja mater fons amoris (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:15
  24. 24 Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ – (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:55
  25. 25 Symphonie pour Grand-Orgue – In Medio Ecclesiae (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 1:12
  26. 26 Symphonie pour Grand-Orgue – In Medio Ecclesiae Allegro maestoso (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 4:26
  27. 27 Symphonie pour Grand-Orgue – Bernardus inclytis ortus natalibus (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 0:36
  28. 28 Symphonie pour Grand-Orgue – Andante cantabile (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 5:00
  29. 29 Symphonie pour Grand-Orgue – Alleluia. Charitate vulneratus (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 2:32
  30. 30 Symphonie pour Grand-Orgue – Alleluia. Charitate vulneratus, Scherzo (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 3:36
  31. 31 Symphonie pour Grand-Orgue – Salve Regina (Schola) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 2:41
  32. 32 Symphonie pour Grand-Orgue – Salve Regina, Final (Orgel) Komponist:in: Gregorianik Interpreten: Wolfgang Seifen, Schola der Mönche der Abtei Marienstatt 8:01

Beschreibung

Der gregorianische Choral, so das Begleitheft, erklingt bis heute in ursprünglicher Weise, einstimmig und unbegleitet. Wie er durch die Jahrhunderte überliefert wurde, lässt er sich aber auch in die Stile dieser Zeiten übertragen: In der Choralimprovisation verbindet sich ein Choralthema mit dem jeweiligen Zeitgeist, sei es in Form einer barocken Suite oder Fantasie, sei es im Gewand einer französischen Symphonie. Der Mitschnitt des Konzerts, das am 26. April 1998 im Rahmen der von Fr. Gregor Brandt geleiteten Marienstatter Abteikonzerte anlässlich des 900-jährigen Ordensjubiläums stattfand, wird dort als Momentaufnahme solcher Aneignungen beschrieben, die in dieser Form nie wiederkehren.

Die Themen stammen aus den Gesängen des Bernhardsfestes am 20. August und des Festes der Sieben Schmerzen Mariens am 15. September sowie aus dem täglich wiederkehrenden Marienlob des Salve Regina. Bernhard von Clairvaux, der den Beinamen „Doctor marianus“ erhielt, fühlte sich der Gottesmutter zeitlebens sehr nahe. Der Legende nach ergänzte er das Salve Regina nach einer Predigt im Speyerer Dom um die Schlussanrufungen „O clemens, o pia, o dulcis virgo Maria“. Während er bei der Überarbeitung der gregorianischen Gesänge sonst kürzte und vereinfachte, fügte er marianischen Hymnen und Antiphonen gern noch Töne hinzu, wie Fr. Jakob Schwinde im Begleitheft ausführt; ein Beispiel ist das große zisterziensische Salve Regina am Schluss der CD.

In der Suite française im Barockstil über den Hymnus „Bernardus Doctor inclytus“ wechseln Strophen des Vesperhymnus, von der Schola gesungen, mit sechs Orgelsätzen ab, vom Plein jeu als Präludium über Duo, Trio, Basse de trompette und Récit de Nazard bis zum Dialogue als Postludium; der unbekannte Dichter des Hymnus zitiert im Schlussvers jeder Strophe den Anfangsvers eines anderen Hymnus. Die Phantasie und Fuge im deutsch-romantischen Stil über die Antiphon „Salve Regina“ folgt auf den Gesang der Antiphon. In den Versetten über den Hymnus „Stabat Mater dolorosa“ antwortet die Orgel im französisch-romantischen Stil auf fünf Strophen des Hymnus vom Fest der Sieben Schmerzen Mariens.

Die Symphonie pour Grand-Orgue greift Gesänge des Bernhardsfestes und das Marienlob auf: Dem Allegro maestoso geht der Introitus „In medio ecclesiae“ voraus, dem Andante cantabile die erste Strophe des Vigilhymnus „Bernardus inclytis ortus natalibus“, dem Scherzo das Alleluia „Charitate vulneratus“ und dem Final das Salve Regina.

Wolfgang Seifen, 1956 geboren, besuchte ab 1967 das Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen und studierte Katholische Kirchenmusik in Aachen und an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. 1983 wurde er an die Päpstliche Basilika St. Marien in Kevelaer berufen. Seit 1992 leitet er an der Düsseldorfer Hochschule eine Orgelklasse für Improvisation und liturgisches Orgelspiel, 1995 wurde er dort Professor; zudem ist er Mitbegründer der Internationalen Altenberger Orgelakademie für Improvisation. Die Rieger-Orgel der Abteibasilika von 1969/70 besitzt vier Manuale und ein Spanisches Werk.

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