hd-klassik 3D-801801 2018

3D-Binaural-Stereo DSD Klassik Romantische Musik 1:14:53

Zur Beschreibung

Sinfonieorchester Wuppertal LIVE (Vol. 2)

Mitwirkende

Sinfonieorchester WuppertalOrchesterJulia JonesDirigentin

Komponisten

Hector Berlioz · Richard Wagner

Kurzbeschreibung

Liebe, Kunst und Gesellschaft sind das Thema des zweiten Bandes der Wuppertaler Live-Reihe. Julia Jones, 2016 als Generalmusikdirektorin des Sinfonieorchesters Wuppertal berufen, stellt Richard Wagners „Tannhäuser. Ouvertüre und Venusberg Musik (1874 Version)“ neben Hector Berlioz’ Symphonie Fantastique Op. 14. In beiden Werken wird die Leidenschaft des Künstlers zum Stoff: bei Wagner der Widerstreit zwischen der Sinnlichkeit des Venusbergs und der reinen Liebe Elisabeths, bei Berlioz die unerwiderte Liebe eines jungen Künstlers, die in Mord- und Bestrafungsfantasien und einen Hexensabbat mündet – grundiert von seiner eigenen Leidenschaft für die Schauspielerin Harriet Smithson. Aufgenommen wurde im März 2018 in der Historischen Stadthalle Wuppertal.

Details

Trägerformat
Hybrid-SACD

Auflösung
DSD64 / 2.8224 MHz 1 bit

Gesamtspielzeit
74:56

Kanäle
3D-Binaural-Stereo

Aufnahme
11./12. März 2018, Historische Stadthalle Wuppertal (Live-Mitschnitt)

Begleitheft
Deutsch und Englisch, 24 Seiten, Digipak

Recording Producer: Ingo Schmidt-Lucas

Auszeichnungen

International Classical Music Awards (ICMA) 2019 — Nominierung, Kategorie Orchestral Music

Pressestimmen

Westdeutsche Zeitung, 5/2018

PREVIEW Magazin, 5/2018

MusicWeb-International.com, 7/2018

Pizzicato, 8/2018

Westdeutsche Zeitung, 8/2018

Crescendo Magazine, 9/2018

Das Orchester, 1/2019

Angaben

Katalognummer
hd-klassik 3D-801801
Erscheinungsjahr
2018
Genre
Klassik
Epoche
Romantische Musik
Besetzung
Live-Konzert, Orchestermusik
Label
hd-klassik
Barcode
809548018528
GTIN
4099885250781
Booklet (Seiten)
24

Tracklisting

8 Titel · 1:14:53

  1. 01 3D-Binaural-Stereo Trailer Interpret:in: Mirjam Wiesemann 0:36
  2. 02 Tannhäuser. Ouvertüre und Venusberg Musik (1874 Version) – Ouvertüre Komponist:in: Richard Wagner (1813-1883) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 10:05
  3. 03 Tannhäuser. Ouvertüre und Venusberg Musik (1874 Version) – Venusberg Musik Komponist:in: Richard Wagner (1813-1883) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 11:43
  4. 04 Symphonie Fantastique Op. 14 – I. Träumereien, Leidenschaften (Largo. Allegro agitato e appassionato assai) Komponist:in: Hector Berlioz (1803-1869) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 15:13
  5. 05 Symphonie Fantastique Op. 14 – II. Ein Ball (Valse. Allegro non troppo) Komponist:in: Hector Berlioz (1803-1869) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 6:30
  6. 06 Symphonie Fantastique Op. 14 – III. Szene auf dem Lande (Adagio) Komponist:in: Hector Berlioz (1803-1869) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 15:03
  7. 07 Symphonie Fantastique Op. 14 – IV. Gang zum Richtplatz (Allegretto non troppo) Komponist:in: Hector Berlioz (1803-1869) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 4:44
  8. 08 Symphonie Fantastique Op. 14 – V. Traum einer Walpurgisnacht (Larghetto. Allegro) Komponist:in: Hector Berlioz (1803-1869) Interpreten: Sinfonieorchester Wuppertal, Julia Jones 10:59

Beschreibung

Im Begleitheft geht Ilka Seifert von den Vorstellungen aus, die sich im 19. Jahrhundert über die Liebe herausbildeten – Liebesheirat, Monogamie und Treue –, und von Sehnsüchten, die sich nicht einfach einlösen lassen und Liebe und Wahn mitunter nah zusammenrücken. Dem Künstler, einer Art Seismologen gesellschaftlicher Befindlichkeit, gestand man leidenschaftlichere Gefühle zu als anderen; umso mehr schien er dazu bestimmt, die im sozialen Konsens verdrängten Leidenschaften bis zum Exzess auszudrücken und seinem Publikum so eine Katharsis zu ermöglichen. An Leben und Werk von Hector Berlioz und Richard Wagner lässt sich das nachvollziehen.

Mit „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ entwarf Wagner 1842, gleich zu Beginn seiner Karriere, eine romantische Oper über genau dieses Spannungsfeld: den Widerstreit der triebhaften Gefühle, die der Titelheld im Venusberg erlebt, mit der „reinen“, selbstlosen Liebe Elisabeths. Den Stoff verlegte er in ein mythisches Mittelalter und verband die Sage von Heinrich von Ofterdingen und dem Dichterwettstreit mit der vom Venusberg (Hörselberg) bei Eisenach; von hier an entwickelte er die Leitmotivtechnik immer differenzierter weiter. Mit dem „Tannhäuser“ wollte er 1861 in Paris berühmt werden. Weil er sich weigerte, im zweiten Akt ein Ballett vorzusehen, fügte er auf Verlangen der Opernleitung eine Szene direkt nach der Ouvertüre ein: Die Ouvertüre geht attacca in die Venusberg Musik über, das Bacchanal im Venusberg – kein Ballett, sondern eine getanzte oder pantomimische Orgie, die Wagners Regieanweisungen in der Partitur mit Nymphen, Bacchantinnen, Satyrn und Faunen bevölkern. Die ausverkauften Pariser Vorstellungen schrie die Claque nieder, die Wagner nicht bezahlt hatte; nach der dritten zog er die Oper zurück, doch der Skandal trug nicht wenig zu seinem Ruhm bei.

Hector Berlioz’ Symphonie Fantastique Op. 14 trägt den eigentlichen Titel „Épisode de la vie d’un artiste“ und war als erster Teil eines Monodrame lyrique angelegt, dessen Fortsetzung „Lélio ou le retour à la vie“ heißt. Statt der üblichen vier Sätze mit ähnlichen Formplänen schrieb Berlioz fünf Sätze anderer Struktur, die eine Melodie als „idée fixe“ in immer neuen Gestalten durchzieht; er erweiterte das Orchester um zusätzliche Instrumente und stellte dem Werk ein ausführliches Programm voran, das von der obsessiven, unerwiderten Liebe eines jungen Künstlers erzählt und über Mord- und Bestrafungsfantasien in einen Hexensabbat mündet. Robert Schumann reagierte auf dieses Programm fast pikiert: Die fünf Hauptüberschriften, von „Träumereien, Leidenschaften“ bis „Traum einer Walpurgisnacht“, hätten genügt. Die Musik gewordene Krise ist autobiographisch: Bei einem Gastspiel des „Hamlet“ in Paris hatte sich der 23-jährige Berlioz auf den ersten Blick in Harriet Smithson verliebt, die Darstellerin der Ophelia, und warb über zwei Jahre vergeblich um sie. Die Uraufführung 1830 im Pariser Konservatorium begründete seinen Ruhm. 1832 erkannte Smithson bei einer Aufführung von „Lélio“ offenbar, dass sie selbst die „idée fixe“ dieser Musik war; kein Jahr später heirateten die beiden, trennten sich aber bald wieder.

Im August 2016 übernahm die Britin Julia Jones als Generalmusikdirektorin die Leitung des Sinfonieorchesters Wuppertal, das seit 2004/2005 Toshiyuki Kamioka geleitet hatte. Zuvor war sie von 1998 bis 2002 Chefdirigentin am Theater Basel und von 2008 bis 2011 am Teatro Nacional de Sao Carlos und beim Orquestra Sinfonica Portuguesa in Lissabon; als Operndirigentin hat sie sich vor allem mit Mozart und dem italienischen Repertoire einen Namen gemacht. Unter Kamioka hatte das Orchester in Mailand und Japan gastiert und 2011 im Concertgebouw Amsterdam debütiert. Der Mitschnitt entstand bei den Konzerten am 11. und 12. März 2018 in der Historischen Stadthalle Wuppertal; nach dem Band mit Werken von Dohnanyi und Brahms ist es die zweite Folge der Wuppertaler Live-Reihe in der 3D-Binaural-Stereo Serie von hd-klassik.

Konzertkalender

26. Okt. 2026

19:30

2. Kammerkonzert – Sons de la Soirée(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Selina Lohmüller (Klarinette), Georg Sarkisjan (Geige), Francesco Punturo (Geige), Florian Glocker (Bratsche), Joël Wöpke (Violoncello)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

01. Feb. 2027

19:30

3. Kammerkonzert – Spiritus Feminae(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Ulrike Siebler (Flöte), Eva Högel (Geige), Anne Yumino Weber (Violoncello), Rayle Ernest Bligh (Kontrabass), Jee-Young Phillips (Klavier)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

08. März 2027

19:30

4. Kammerkonzert – Cantos y Danzas(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Liviu Neagu-Gruber (Geige), Axel Heß (Geige), Ayane Koga (Bratsche), Joël Wöpke (Violoncello), Manuela Randlinger (Harfe), Sören Alexander Golz (Gitarre)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

14. März 2027

11:00

8. Sinfoniekonzert – Mahler Drei(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Remy Ballot (Leitung), Anna Lucia Richter (Mezzosopran), Essener Domsingknaben, Elberfelder Mädchenkurrende
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

15. März 2027

19:30

8. Sinfoniekonzert – Mahler Drei(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Remy Ballot (Leitung), Anna Lucia Richter (Mezzosopran), Essener Domsingknaben, Elberfelder Mädchenkurrende
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

31. Mai 2027

19:30

5. Kammerkonzert – Musik.Leben.Überleben(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Carola Seibt-Oberschelp (Geige), Seoran Kim (Geige), Jens Brockmann (Bratsche), Karin Nijssen-Neumeister (Violoncello), James Maddox (Klavier)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

06. Juni 2027

11:00

11. Sinfoniekonzert – La Mer(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Gregor Meyer (Leitung), Susanne Bernhard (Sopran), Thomas Laske (Bariton), Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal, Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

07. Juni 2027

19:30

11. Sinfoniekonzert – La Mer(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Gregor Meyer (Leitung), Susanne Bernhard (Sopran), Thomas Laske (Bariton), Chor der Konzertgesellschaft Wuppertal, Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Historische Stadthalle Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

14. Juni 2027

19:30

6. Kammerkonzert – Messieurs Dames(öffnet in neuem Tab)

Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal, Jaha Lee (Geige), Anne Yumino Weber (Violoncello), Udo Mertens (Flöte), Bonnie Wagner (Klavier), Alexander Puliaev (Cembalo)
Historische Stadthalle Wuppertal, Mendelssohn Saal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

15. Juli 2027

19:30

Uptown Classics /4 – Vivaldi Vokal(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Lukas Baumann (Leitung), Ina Yoshikawa (Sopran), Jonathan Mayenschein (Countertenor), Wuppertaler Kurrende
Friedhofskirche Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)

16. Juli 2027

19:30

Uptown Classics /4 – Vivaldi Vokal(öffnet in neuem Tab)

Sinfonieorchester Wuppertal, Lukas Baumann (Leitung), Ina Yoshikawa (Sopran), Jonathan Mayenschein (Countertenor), Wuppertaler Kurrende
Immanuelskirche Wuppertal, Wuppertal(Karte, öffnet in neuem Tab)