Hans Werner Henze

Komponist

Am 1. Juli 1926 in Gütersloh geboren, 2012 in Dresden gestorben; Hans Werner Henze nahm 1942 an der Staatsmusikschule Braunschweig ein Studium in Klavier und Schlagzeug auf und setzte es nach dem Krieg in Heidelberg bei Wolfgang Fortner fort. Er arbeitete als Korrepetitor in Bielefeld und Konstanz und wurde 1950 künstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. 1953 übersiedelte er nach Ischia, lebte ab 1956 in Neapel und später in Marino bei Rom. Zu seinen rund 50 Bühnenwerken gehören die Opern „Der Prinz von Homburg“ (1958/59) und „Der junge Lord“ (1964) nach Libretti von Ingeborg Bachmann sowie „Elegy for Young Lovers“ (1961) und „The Bassarids“ (1964/65) nach W. H. Auden und Chester Kallman; dazu kommen zehn Sinfonien. 1976 gründete er in Montepulciano das Cantiere Internazionale d’Arte, 1988 die Münchener Biennale für neues Musiktheater; von 1980 bis 1991 lehrte er Komposition an der Musikhochschule Köln. 2000 erhielt er den Praemium Imperiale.