Heiner Goebbels wurde am 17. August 1952 in Neustadt an der Weinstraße geboren und lebt seit 1972 in Frankfurt am Main, außerdem in Berlin. Er studierte Soziologie und Musik und spielte im Goebbels/Harth-Duo (1975–1988), im Sogenannten Linksradikalen Blasorchester (1976–1981) und in der Art-Rock-Gruppe Cassiber (1982–1992). Als Komponist und Regisseur entwickelt er Musiktheater, szenische Konzerte, Hörstücke, Orchesterwerke sowie Klang- und Videoinstallationen; zu seinen Arbeiten gehören „Surrogate Cities“ (1994), „Schwarz auf Weiss“, „Landschaft mit entfernten Verwandten“ (2002), „Eraritjaritjaka“ (2004), „Stifters Dinge“ (2007) und „A House of Call“ (2021). Von 1999 bis 2018 war er Professor am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen und dort von 2018 bis 2024 Georg-Büchner-Professor. Von 2006 bis 2018 war er Präsident der Hessischen Theaterakademie, von 2012 bis 2014 künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale. 2012 erhielt er den Internationalen Ibsen-Preis. Auf dem Cybele-Album Rolf Riehm: Machandelboom (2003) wirkt er als Interpret mit.
Heiner Goebbels
Komponist / Regisseur / Klangkünstler / Multiinstrumentalist
