1937 in Saarbrücken geboren, 2026 gestorben; Rolf Riehm studierte zunächst Schulmusik in Frankfurt am Main und ab 1958 Komposition bei Wolfgang Fortner in Freiburg. Danach arbeitete er als Solo-Oboist, unter anderem 1966 bei den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt, und war Mitbegründer der von 1964 bis 1970 bestehenden Frankfurter Vereinigung für Musik. Ab 1968 unterrichtete er an der Rheinischen Musikschule Köln und gehörte dort bis 1972 der Gruppe 8 Kölner Komponisten an; 1968 erhielt er den Premio Marzotto per la Musica und ein Stipendium der Villa Massimo in Rom. Von 1974 bis 2000 war er Professor für Komposition und Tonsatz an der Musikhochschule Frankfurt am Main, von 1976 bis 1981 Mitglied des Sogenannten Linksradikalen Blasorchesters Frankfurt. 1992 wurde er mit dem Kunstpreis des Saarlandes, 2002 mit dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau ausgezeichnet. Er war Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Fünf Alben verbinden ihn mit Cybele und zeichnen sein Werk von 1998 bis 2008 nach. Die Kompositionen für Gitarre spielten 1999 Harald Lillmeyer und Susanne Hilker im Kleinen Sendesaal des WDR-Funkhauses Köln ein; auf without compression (1998) ist er mit dem Trio Diritto vertreten. Das Hörstück Machandelboom nach dem Märchen der Gebrüder Grimm (2003) entstand als Co-Produktion mit dem WDR, mit Heiner Goebbels und Alfred Harth. Die Orchesterwerke (2005) spielten das Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken unter Hans Zender und das Ensemble Oriol unter Sebastian Gottschick. Das Album aprikosenbäume gibt es, aprikosenbäume gibt es (2008) mit dem Ensemble ascolta, dem Hilliard Ensemble und dem Ensemble recherche stand auf der Bestenliste 1/2009 des Preises der deutschen Schallplattenkritik.
Rolf Riehm
Komponist / Multiinstrumentalist




